Intel Keeley Lake: Cedar Trail Convertible Notebook

Letztes Jahr stellte uns Intel mit der Canoe Lake Reihe zwei ultraflache Netbooks mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln vor, die zeigen sollten was mit der aktuellsten Netbook-Technik möglich ist (höhere Auflösung und Video HD-Unterstützung). Umgesetzt haben die Hersteller nichts davon. Weniger aus Angst vor neuem als vor der Zweitverwertung der Netbook-Gehäuse des Vorjahres. Asus setzte mit dem Clamshell-Design weiter auf seine muschelartige Form, Lenovo brachte mit dem IdeaPad S205 ein 11,6 Zoll großes Netbook hervor, das sich optisch der U160-Serie annäherte. Acer trat auf der Stelle und der Rest verlagerte seine Ressourcen in die Tabletentwicklung nach dem Erfolg des ersten Apple iPads. Nichts schien sich zu verändern. Vielleicht auch deswegen ist die Resonanz zum neuesten Intel Referenzdesign eher bescheiden.

Intel Keeley Lake als Bindeglied zwischen Tablet und Netbook

Entsprechend dem Vorjahres-Modell ist der Keeley Lake sehr dünn ausgefallen. Die optische Ähnlichkeit zum einstigen Dell Adamo, jetzt Dell XPS 15z, wurde durch eine starke Abrundung des Hecks weitestgehend vermieden. Weiblichere Formanpassung wäre eine treffende Beschreibung, passend zum Namen der in seiner Herkunft männlich aber in der Verwendung zunehmend als weiblicher Vorname benutzt wird. Keeley lässt sich als gutaussehend oder wohlfühlend übersetzen und beschreibt sehr gut das Ziel beim diesjährigen Konzept.

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Eine Mischung aus Apple MacBook Air und Dell Adamo in Kombination mit einem Asus T101MT oder HP TM2 Convertible PC. Wer nicht auf eine richtige Tastatur verzichten mag, ein schlankes Design dennoch möchte und die Akkulaufzeit wenigstens sechs Stunden betragen soll, der kann mit dem Intel Keeley Lake sicherlich mehr anfangen als mit einem Tablet oder mit einem Netbook alleine.

Cedar Trail Performance Analyse

Es ist bei der Studie unerheblich wie es um die Konnektivität allgemein steht, der Blick fällt auf die neueste Netbook-Prozessor Generation Intel Cedar Trail. Aktuell bringt die Intel Oak Trail maximal 1,8 Ghz auf zwei Kerne zustande, wobei die aktive Kühlung mit Lüftern unerlässlich ist. Die Wärmeabgabe ist der niedrigen aber vergleichsweise immer noch hohen TDP (Thermal Design Power) geschuldet. Die „Cedars“ erreichen zwischen 2 und 8 Watt. Die höhere Zahl kommt auch nur unter Maximalleistung vor und ist etwas über dem Normalwert der „Oaks“. Aufgrund der niedrigen Werte fällt der Lüfter weg und die Kühlung findet passiv statt. Ein Bauelement weniger schafft im Gehäuse mehr Platz. In den Geschwindigkeiten legen die beiden Prozessoren Intel D2500 und Intel D2700 nochmal deutlich zu und erreichen 2,13 Ghz pro Kern aber nur der D2700 wird Hyper-Threading (Simulation eines virtuellen Kern je echten Kerns für die doppelte Aufgabenbewältigung). Weil AMD im laufenden Jahr Intel im Netbook-Bereich mit dem AMD Brazos dicht auf die Pelle gerückt ist, wird weniger die Leistung am Ende ausschlaggeben sein, als vielmehr das Design und der Mobilitätsfaktor. Hier hat Intel mit dem Intel Keeley Lake die Nase vorne. Aber wie lange noch?

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