In Holz investieren – der grüne Stahl!

Als nach der industriellen Revolution vorwiegend Stahl, Plastik und andere Werkstoffe in den Fokus der Industrie rückten, geriet Holz als Baustoff in Vergessenheit. Heute werden viele Anwendungsmöglichkeiten von Holz wiederentdeckt oder gar neu erfunden. 

Der grüne Rohstoff eignet sich als Energieträger, Grundstoff für die Papierindustrie und im Baugewerbe werden damit komplizierteste Konstruktionen erstellt.

Vorteile von Holz als Rohstoff

Im Vergleich zu vielen anderen Werkstoffen hat Bauholz wesentliche Vorteile:

  • beste Schall- und Wärmedämmungseigenschaften
  • leichte Verarbeitbarkeit
  • guter Wohnkomfort
  • nachwachsender Rohstoff
  • hohe Steifigkeit bei relativ geringer Dichte
  • geringe Kriechneigung bei dauernder Biegebeanspruchung
  • hohe Tragfähigkeit
  • trockene Bauweise
  • geringe Bauzeiten durch Vorfertigung
  • Wiederverwertbarkeit
  • bei großen Querschnitten brandhemmend
  • neue Technologien zur Holzformung
Neben all diesen Vorteilen existieren nur sehr wenige Nachteile wie etwa leichte Brennbarkeit von dünnen Querschnitten und ein etwas höherer Pflegebedarf, wenn im Außenbereich eingesetzt. 
Dass auch in der Formgebung diesem Rohstoff kaum Grenzen gesetzt sind, zeigt eine neue Technologie zur Verflüssigung und anschließendem Gießen von Holzfasern. Nicht für möglich gehaltene Geometrien werden via Spritzguss von flüssigen Fasern realisiert und bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.

Grüne Rohstoffinvestments – Chancen und Risiken

Zusätzlich kann Holz auch für Rohstoffinvestments in Betracht gezogen werden. Auch hier sind die Möglichkeiten einer Beteiligung vielfältig. Die einfachste und erschwinglichste Möglichkeit in diesen grünen Rohstoff zu investieren ist eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Es werden einfach Setzlinge gekauft und verdient wird beim Verkauf des Bestandes.
Wer jedoch keinen so langen Investitionshorizont besitzt, hat weitere Möglichkeiten.
Zum einen kann über den Kapitalmarkt direkt in Holzverarbeitende Unternehmen investiert werden. So profitiert man über den Geschäftserfolg der Gesellschaft, ist allerdings Risiken der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung unterworfen. Wird ein Einzelinvestment als zu Risikoreich erachtet, so kann über Fonds eine Streuung erreicht werden.
Über geschlossene Fonds ist es außerdem möglich Anteile an Wäldern zu erwerben. Das Geld der Anleger muss eine bestimmte Summe erreichen, die dann in forstwirtschaftliche Projekte investiert wird. Auch hier ist ein langer Anlagehorizont und Vertrauen in das projektierende Unternehmen gefragt.
Für Anleger, die mittelfristig investieren wollen, sind Zertifikate, die entweder den Holzpreis oder bestimmte Indizes abbilden, das Investitionsvehikel erster Wahl. Diese Papiere werden ständig neu bepreist und sind leicht handelbar. So kann ein ökologisches Investment mit der Verfügbarkeit des Geldes kombiniert werden.
Dieser grüne Stahl scheint DER Werkstoff der Zukunft zu werden und sollte auch von der breiten Masse als wichtiger Rohstoff anerkannt werden. Mit dem Erliegen fossiler Rohstoffvorkommen werden nachwachsende Ressourcen automatisch immer mehr in den Fokus der Industrien und der Bevölkerung rücken.

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