Immobilienmarkt in Bremen: Darauf sollten Käufer und Verkäufer achten

Bremen ist eines der Tore zur Nordsee und damit wirtschaftlich von überregionaler Bedeutung. Die Ansiedlung von Daimler oder BLG Logistics Group sorgt für Arbeitsplätze. Gleichzeitig mit der Sogwirkung auf Beschäftigte wird der Wohnraum knapper. In den letzten Jahren sind die Preise für Immobilien in Bremen deutlich gestiegen. Ein Trend, der sich auch in Zahlen messen lässt. Was bedeutet das Ganze für Käufer? Und lohnt sich der Verkauf einer Immobile für Besitzer immer?

Die Preisentwicklung im Überblick

In der gesamten Bundesrepublik sind in den letzten Jahren die Preise am Immobilienmarkt deutlich gestiegen. Gerade in Großstädten wie:

  • München
  • Frankfurt
  • Berlin
  • Stuttgart

ist der Trend überdurchschnittlich. Familien können sich gerade in den Innenstadtlagen Wohnraum kaum noch leisten. Wie stark die Preise anziehen, lässt sich beispielsweise am vdp-Preisindex ablesen. Dessen Fokus liegt auf der gesamtdeutschen Entwicklung.

Der Homeday-Preisatlas zeichnet ein sehr viel genaueres Bild von der Hansestadt Bremen. Was lässt sich an den Zahlen ablesen? In den zurückliegenden Jahren sind die Immobilienpreise deutlich gestiegen. Aus dessen Daten wird ersichtlich, dass in Bremen ein sehr ausgeprägtes Gefälle zwischen Wohnlagen mit gehobener Ausstattung existiert – etwa in Bremen Horn mit mehr als 3.200 Euro pro Quadratmeter – und Stadtteilen mit einfacher Ausstattung. In Neue Vahr liegen die Preise pro Quadratmeter bei circa 1.700 Euro.

Interessanter als diese Momentaufnahme ist die Entwicklung über die letzten Jahre. Über die zurückliegenden 12 Monate sind die Preise für Immobilien in Bremen um circa 11 Prozent gestiegen. Kurz- bis mittelfristig ist an dieser Stelle nicht davon auszugehen, dass sich an diesem Trend sehr viel ändert.

Was sollten Käufer und Verkäufer beachten?

Für Marktteilnehmer hat diese Entwicklung Folgen. Wer nach einer Immobilie sucht, muss heute wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen. Vom Käuferstandpunkt aus betrachtet bedeutet dies, dass die Finanzierung noch gründlicher durchdacht werden muss.

Auch, wenn die Zinsen seit Jahren niedrig sind – deren positiver Effekt wird durch die hohen Preise aufgezehrt. Damit werden Aspekte wie:

  • Sondertilgung
  • Bereitstellungszins
  • Tilgungsanpassung

wichtiger. Gerade die Sondertilgung kann dabei helfen, eine Immobilienfinanzierung schnell zu tilgen. Außerdem beeinflussen die hohen Immobilienpreise zunehmend die Performance von Mietobjekten. Je mehr Kapital in der Finanzierung steckt, umso höher am Ende die Zinsen.

Ein zweiter wesentlicher Aspekt betrifft die Immobilie selbst. Angesichts der hohen Nachfrage, die sich in den steigenden Preisen widerspiegelt, schrumpft das Angebot. Gerade im Bestand ist immer zu berücksichtigen, wie groß der Modernisierungsstau ist – und welche Kosten sich hierdurch für die Zeit nach dem Erwerb ergeben.

Für Verkäufer ist die Situation vorteilhaft. Wer sich jetzt von seiner Immobilie trennt, erzielt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein deutliches Plus. Aber: Es stellt sich natürlich die Frage, ob es der Verkauf komplett privat abgewickelt wird. Gerade wer den Aufwand scheut, wird um die Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Bremer Makler nicht herumkommen.

Bevor die Immobilie auf den Markt „losgelassen“ wird, ist eine objektive Bewertung durch einen Gutachter empfehlenswert. Auf diese Weise sichern sich Verkäufer gegenüber unangenehmen Überraschungen ab.

Außerdem muss hier auch klar sein, welche Auswirkung der Verkauf hat. Gerade im Zusammenhang mit Mietimmobilien sind einige steuerrechtliche Aspekte zu beachten. Als zusätzliche Frage steht im Raum, wie alternative Anlagemethoden aussehen. Mehr wird das Geld aus dem Verkauf auf dem Bankkonto sicher nicht.

Fazit: Steigende Preise in Bremen machen Wohnen teurer

Diese Erkenntnis ist nicht neu und war angesichts der Entwicklung am Markt zu erwarten. Für Kaufinteressenten und Verkäufer hat das Ganze allerdings recht unterschiedliche Auswirkungen. Auf der einen Seite sorgt die Teuerung dafür, dass mehr Kapital gebraucht wird – was auch die Finanzierung durch höhere Zinsen teurer macht. Auf der anderen Seite bringt der Verkauf mehr Geld ein – muss deswegen aber nicht automatisch einfacher werden. Ohne gründliche Vorbereitung kann für Käufer wie auch Verkäufer der Deal in die Hose gehen.

Bild: pixabay.com, analogicus, 4713096

Werbung

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*