Hühnerquälerei für unsere Ostereier

Laut Umfragen wissen viele von uns gar nicht, wie sehr Küken und Hühner in den Massenfabriken für uns leiden müssen. Vielleicht, weil die Betreiber auch nicht wollen, dass wir es wissen… Doch jetzt wird aufgeklärt!


Stellen Sie sich vor, Sie fahren im Bus oder mit der Bahn zur Arbeit. Es ist rappelvoll. Dicht an dicht gedrängt müssen Sie mit anderen Menschen stehen und können sich kaum bewegen. Da kann eine halbe Stunde sehr lange werden. Aber Sie können dann aussteigen… 54 Millionen Hühner nicht! Sie sind in Deutschland als Legehennen und Masttiere eingesperrt. Obwohl seit Jahren heftig über Verbesserung für die Tiere diskutiert wird, müssen die meisten ihr kurzes Leben immer noch in engsten Drahtgitterkäfigen verbringen, ohne Tageslicht. Heute heißen sie zwar nicht mehr “Lagebatterie“ (denn die wurden inzwischen verboten), sondern “Kleingruppenhaltung“, was aber meist eine Täuschung ist. In Wahrheit verbirgt sich dahinter auch nur ein Käfig, in dem bis zu 60 Hühner eingepfercht sind.

Weitere sechs Jahre Quälerei!

Jede Henne hat dabei 800 Quadratzentimeter Platz. Das ist etwa so groß wie eine Din A4-Seite. Die Käfige stehen in Doppelreihen und bis zu acht Etagen über einander. Die Tiere können weder scharren, flattern noch baden. Deshalb soll auch diese Art der Massentierhaltung verboten werden – aber erst im Jahr 2023! Also noch sechs Jahre Quälerei für Küken und Hühner!

Die meisten großen Supermarktketten haben sich inzwischen immerhin verpflichtet, nur noch Eier aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung zu verkaufen. Aber das ist teilweise auch nur eine Mogelpackung! Denn Bodenhaltung klingt nett und die Bilder auf den Eierkartons können uns auch gerne eine glückliche Hühnerwelt vorgaukeln, doch in Wahrheit sieht die Bodenhaltung genauso aus wie die beschriebene Käfighaltung. Denn auch ein Käfig, der auf dem Boden steht, ist eine Bodenhaltung.
Doch jeder von uns kann etwas tun: Zum Beispiel nur noch Eier aus biologischer Landwirtschaft kaufen – am besten direkt beim Bauern. Das ist unsere Empfehlung für die nahende Osterzeit, wo so viele Eier von uns konsumiert werden, wie sonst nie im Jahr.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 522450611, PeoGeo

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