Hexentanz – nicht nur zur Walpurgisnacht

Das Wort „Hexentanzplatz“ (oder früher auch „Teufelstanzplatz“) stammt aus der Zeit der Hexenverfolgungen. Dem Volksglauben nach versammelten sich an verschiedenen Orten in Europa die vermeintlichen Hexen, die sich dort mit dem Teufel vereinigten und einen wilden Tanz aufführten.Nach dem Glauben gelangten die „Hexen“ zu ihren geheimen Versammlungsorten indem Sie sich mit Flugsalbe einrieben und so (meist unbekleidet) auf ihren Besen zum Tanz flogen.

Der bekannteste Hexentanzplatz liegt hierzulande zweifellos auf dem Harzer Brocken. Bis heute versammeln sich hier jedes Jahr ganze Menschenmassen zum Tanz in den Mai in der Walpurgisnacht.

Die Schweizer Hexmatt in Pratteln soll im 16./17. Jahrhundert ein gut besuchter Versammlungsort der ansässigen Hexen gewesen sein. „Echte“ Hexen werden sich dort wahrscheinlich nicht versammelt haben, es sollen sich damals jedoch Frauen versammelt haben um zu tanzen. Heute ist die Hexmatt ein Sportplatz.

Im hessischen Flurgebiet Kesslertanz sollen m 16. Jahrhundert verschiedene Frauen, die als „Hexen von Büdingen“ angeklagt wurden, getanzt haben. Dieser Fall ist durch die Tumulte, die die Anklagen und Folterungen nach sich zogen, besonders in Erinnerung geblieben.

In Tirol zeugen zahlreiche Hexen-Sagen, insbesondere aus der Gegend des Mieminger Plateaus, davon, dass es hier vor Jahrhunderten Hexentanzplätze gegeben haben soll. Hier wird von Bauern erzählt, die auf eine Gruppe von Frauen trafen, die sich wild die Kleidung vom Körper rissen, tanzten und Wein tranken. Das Mieminger Plateau ist heute eine Ferienregion.

Die Liste der vermeintlichen geheimen Versammlungs- und Tanzplätze der mittelalterlichen Hexen ließe sich endlos fortführen. An dieser Stelle soll es jedoch genügen anlässlich der Walpurgisnacht examplarisch einige Orte vorzustellen und an ihre Geschichte zu erinnern.

2 Meinungen

  1. Es gibt immer nur Gewinner, bei allen Wahlen, nur die Grünen haben den Dreh halt noch nicht raus. Da spielt das Bundesland auch keine Rolle. Lusitg finde ich auch den Kindergarten nach den Wahler. Der eine will mit dem anderen nicht. Das schreit nah Anarchie.

  2. Zu den Hexenfesten, auch als „Hexensabbate“ bezeichnet, gibt es viele Berichte in Akten und Büchern. Aus manchen von ihnen kann vermutet werden, dass es sich dabei auch um Frauengeheimbünde gehandelt haben könnte. Zum Beispiel waren in England laut Texten aus dem 13. Jh. „Hexen“ in Gruppen zu je 13 Frauen („covens“) organisiert, die wahrscheinlich tatsächlich „satanische“ Riten gefeiert hatten. Die Beschreibung solcher nächtlicher Feiern erinnern an heidnische Fruchtbarkeitskulte. Der Wahrheitsgehalt dieser Beschreibungen lässt sich jedoch heute schwer beurteilen. Sicherlich beruhten viele Aussagen auf Suggestivfragen der Hexenrichter oder auf durch Folterung erzwungener „Geständnisse“.

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