Heinz Buschkowsky: Deutschlands bekanntester Bezirksbürgermeister

Er ist der unumstrittene König von Neukölln: Heinz Buschkowsky ist der Bürgermeister des Bezirks im Berliner Süden. Seit 2001 regiert der Sozialdemokrat den Stadtteil, der in Deutschland mit seinen Problem-Kiezen für Aufsehen sorgte. Hier leben viele Migranten, zahlreiche Menschen sind ohne Arbeit und die Kriminalitätsrate ist hoch. Als politisches Oberhaupt dieses Bezirks erarbeitete sich Buschkowsky landesweit einen Ruf als Experte für Integration.

Heinz Buschkowsky: Kritiker von Multi-Kulti

Auf die schwierige Situation seines Bezirkes macht Neuköllner Bürgermeister durch umstrittene Äußerungen aufmerksam: „Multikulti ist gescheitert!“ sagte er in einem Interview von 2004. Er befürwortet eine rigides Vorgehen gegen Schulschwäntzer und fordert Transferleistungen an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, um die Bildung einer nicht mehr integrationsfähigen Unterschicht zu verhindern.

Eines seiner wichtigsten Forderungen ist eine Grundlegende Reform des Kindergeldes, dessen Verwendung er für ineffektiv hält. Außerdem sollte es auch als Sanktions-Maßnahme verwendet werden können. „Kommt zum Beispiel das Kind nicht in die Schule, kommt auch kein Kindergeld auf das Konto,“ sagte er in einem Interview.

Im linken Flügel der Berliner SPD stößt er damit häufig auf Kritik, konnte sich aber gleichzeitig die Wertschätzung anderer Parteien erarbeiten.

Souverän als Bürgermeister wiedergewählt: Heinz Buschkowsky

Auch bei den Wählern kommt der Sozialdemokrat mit konservativer Haltung an: Bei der Berlin-Wahl 2011 erreicht Buschkowsky 42,8 Prozent und blieb damit souverän im Amt. Dabei konnte er sogar seinen Stimmanteil steigern. Es zeigte sich, dass das Neuköllner Oberhaupt sich einen Kultstatus erarbeitet hat. Vor der Wahl wurden sogar T-Shirts mit seinem Antlitz und dem Slogan „The Big Buschkowsky“ gedruckt. Der Bürgermeister als politischer Popstar.

Seit Buschkowkys Amtsantritt hat sich der Bezirk gewandelt. Durch den Zuzug vieler Studenten und junger Leute wandelten sich Teile des einstigen Schmuddelkinds zum Hotspot für hippe Leute. Es entstanden Bars und kleine Boutiquen. Inwieweit dies ein Verdienst des Bezirksbürgermeisters ist, ist ungewiss, aber im Bezirk geht es merklich aufwärts, was auch gut für Buschkowsky ist.

Projekte für Integration unter Buschkowsky

In der Integration konnte zudem vieles bewirkt werden. Die Rütli-Schule, deren Lehrer im Jahr 2006 die Schließung der Schule wegen ausufernder Gewalt forderten, wurde in eine Vorzeigeprojekt verwandelt und kann zahlreiche Neuanmeldungen vorweisen. Weitere Initiativen mit dem Augenmerk auf Integration hatten Erfolg: So beraten seit mehreren Jahren „Stadtteilmütter“ mit Migrationshintergrund ausländische Familien zu Themen wie Bildung, Spracherwerb und Gesundheit.

Für sein Engagement ist Heinz Buschkowsky schon häufig gelobt und ausgezeichnet worden. Auch wenn er ein Kritiker der Multikulti-Vision ist, so ist er beständig bemüht die Integration voranzutreiben. Über die Jahre ist Buschkowsky so zum Aushängeschild des Stadtteils geworden. Er gibt geschickt den strengen aber gerechten Übervater von Neukölln. Kritiker werfen ihm vor die Provokation zu häufig als politisches Mittel zu nutzen. Ebenso meinen viele, er neige zum Dramatisieren. Aber solche Schähungen lässt ein König einfach an sich abprallen.

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