Hawk-Eye: Videobeweis im Tennis

Das Hawk-Eye wird auch als drittes Auge bezeichnet, denn das computergestützte System sieht all das, was der Stuhlschiedsrichter oder die Linienrichter aufgrund der Spielschnelligkeit nicht sehen konnten. Entscheidungsfragen können per Videobeweis problemlos geklärt werden.

Ursprung des Hawk-Eyes

2001 entwickelte Dr. Paul Hawkins für die Firma Roke Manor Research Ltd. das Hawk-Eye für den Tennissport. Die Technik entstammte ursprünglich dem Kricket-Sport, bei dem es schon lange zur Erstellung von Spielstatistiken genutzt wird.

Das Hawk-Eye, zu deutsch Falkenauge, bekam seinen Namen einerseits von seinem Erfinder Paul Hawkins, andererseits steht es für die außergewöhnliche Sehkraft dieser Greifvögel, die ein Blickfeld von 220 Grad besitzen, ohne dass sie ihren Körper bewegen müssen.

Aufgrund von unterschiedlichen Kameraperspektiven, die den Platz überwachen, kann der Aufsprungort des Balls bis auf ein paar Millimeter genau berechnet werden. Dabei spielen der Winkel des Balls, die Geschwindigkeit und die Bilder selbst eine Rolle.

Inzwischen ist das System soweit ausgereift, dass es zur Klärung von strittigen Linien– und Stuhlschiedsrichterentscheidungen beitragen und sie notfalls korrigieren kann. Somit können Spielmanipulationen ausgeschlossen werden.

Anfängliche Kritik am Hawk-Eye

Anfänglich wurde von vielen Seiten Kritik am Hawk-Eye geäußert. Auch Tennisspieler Roger Federer gehörte zu den Gegnern und kritisierte das System in der Hinsicht, dass es Abweichungen bis zu drei Millimetern aufweisen kann, die bei knappen Entscheidungen maßgeblich sein können. Zudem seien, so die Meinung des Tennisprofis, die Ausgaben für diese doch nicht ganz exakte Technik viel zu hoch.

Mittlerweile ist die Skepsis verflogen und die Technik findet mehr Zustimmung bei wichtigen Entscheidungsfragen. Spieler, die sich ungerecht behandelt fühlen, können nun gegen gefällt Entschlüsse angehen. Die Entscheidungsgewalt liegt schlussendlich bei den Berechnungen des Hawk-Eyes.

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