Bei Hautproblemen sofort zum Arzt? „Geh zum Arzt“ – diesen Spruch hört man seit der Einführung der Praxisgebühr immer seltener. Wo einem früher gerade ältere Menschen beim kleinsten Anzeichen von Krankheit zum Allheilmittel „Onkel Doktor“ rieten, wird heutzutage eigentlich mehr die Ansicht vertreten, nur noch bei wirklich gravierenden Krankheiten beim Arzt vorstellig zu werden. Aber wo will man da die Grenze ziehen? Viele Krankheiten können bei Nichtbehandlung schwer wiegende Folgen haben, zeichnen sich aber – wenn überhaupt – nur durch relativ schwache Symptome aus. Dafür wird man heutzutage schnell als Simulant abgestempelt, wenn man bei jedem Zipperlein sofort zum Arzt rennt. Gerade Hautprobleme werden oft unterschätzt. Ist ja auch schwierig: Ist die leichte Rötung im Bauchbereich eine harmlose Allergie auf den Stoff der neuen Jacke oder der Beginn einer ausgewachsenen Gürtelrose? Dabei sind Hautprobleme gerade in der heutigen Zeit eine Krankheit, die immer häufiger auftritt und teilweise sogar gefährlich werden kann. Auf den großen Stress, dem sich viele Arbeitnehmer ausgesetzt sehen, reagiert auch die Haut. Viele Hautprobleme haben psychische Ursachen, mit Stressflecken kommt man noch relativ harmlos davon. Egal, was die Ursache ist, am Besten ist immer noch: Auch wenn die Kosten gestiegen sind – ein Arztbesuch macht Sinn und lohnt sich immer. Zumindest weiß man danach, ob man sich weiter Sorgen machen muss.
