Hamburg macht Theater

Die Schauspielerin Nina Petri
und der Regisseur Nils Daniel Finckh (Schauspielhaus, Malersaal)
erfüllten sich
einen Traum: eine eigene Bühne. Wenn man davon ausgeht, dass „der Stab“
das
Ding beim Namen nannte, dann wird hier Theater produziert wie am
Fließband. Wir
werden sehen, vor allem: was das bringt. Geplant sind
Wiederaufführungen wie Trainspotting
von Irvine Welsh und Frühlings Erwachen von Frank Wedekind. Als
Neuinszenierungen stehen an: Chatroom von Enda Walsh, Die Heilige
Johanna der
Schlachthöfe
von Brecht, Die Frau von Früher von Roland
Schimmelpfennig, Der
Ewige Deutsche
von Jan C., Kabale und Liebe von Schiller und die beiden
Srah-Kane-Stücke:
Gier und Zerbombt.
Die Wahl der Schauspieler, darunter so illustre Namen wie
Barbara Auer und Kai Wiesinger,  unterstreichen
die Vision: „die Verbindung von Film und Theater“, so die Macher. Was
ist damit gemeint? Vielleicht: Filme auf die Bühne! Oder Fernsehstars
live vor das
Publikum. Oder Brecht als Drehbuchautor. Oder Kabale und Liebe – der
Film. Ich
weiß es nicht. Selbst die 1999 verstorbene Gegenwartsdramatikerin Sarah
Kane, deren
Stücke bereits mehrfach im Thalia-Theater in der Gaußstraße aufgeführt
wurden,
ist ihrem Medium nur mit dem Kurzfilm „Skin“ untreu geworden. Lediglich
auf
„Dogville“ trifft Petris und Finckhs Vision zu. Und hier scheint sie
noch nicht mal gelungen
umgesetzt, glaubt man der Premierenkritik des heutigen Tagesspiegels.
Er urteilt nämlich: „ ein schlecht nachgespielter Film – ohne jede
Inspiration.“ Wir werden uns überzeugen.
 

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