Halsschmerzen: Medikamente und mögliche Alternativen gegen die Beschwerden

Deshalb sollte man diesen Schmerzen von Beginn an Beachtung schenken. Apotheken halten dafür vielfältige Medikamente bereit. Die Palette reicht hier von Lutschpastillen bis zu flüssigen Präparaten.

Die Ursachen von Halsschmerzen können in einer Vielzahl von Bakterien oder Viren liegen. Immer jedoch ist in diesem Moment das eigene Immunsystem überfordert und kann die Ausbreitung der krankmachenden Keime nicht sofort stoppen. Jetzt wird es Zeit für etwas Hilfe. Sowohl Medikamente als auch Hausmittel gegen Halsschmerzen beruhen hier auf den drei Wirkprinzipien Stärkung des Immunsystems, Histamin und antibakterielle bzw. antivirale Substanzen.

Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems

Als Hausmittel gegen Halsschmerzen, die das Immunsystem stärken, gelten beispielsweise ein Halswickel, eine Inhalation mit Salz, Kamille oder anderen geeigneten Substanzen, aber auch die reichliche Gabe von Vitaminen wie Vitamin C, OPC, MSM oder anderen – die Vitalkraft stärkende Substanzen. Insbesondere gehört auch ausreichender Schlaf und eine Reduzierung der Nahrungsaufnahme zu den möglichen Maßnahmen, um dem Immunsystem zu helfen und es besser für den Kampf gegen Keime zu rüsten.

Hausmittel zur Anregung der Histaminproduktion

Als Hausmittel gegen Halsschmerzen, die die Histaminproduktion im Körper lokal anregen sollen, verwendet man beispielsweise heiße Zitrusgetränke. Neben dem Immunsystem sorgt auch der körpereigene Histaminspiegel für einen Schutz gegen unerwünschte Eindringlinge. Ebenso hilft hier eine Zufuhr von Zink, eine gute Barriere aufzurichten.

antibakteriell oder antiviral wirkende Mittel

Hausmittel gegen Halsschmerzen, die antibakteriell oder antiviral wirken, sind vor allem Kamille, Knoblauch, Zwiebel, Salbei und Salz. Sicher gibt es hier auch weitere Küchenkräuter. Allerdings gehören Honig oder Zucker nicht dazu. Man sollte sogar bei Halsschmerzen lieber darauf verzichten. Honig hilft etwas gegen die Entzündung, wird aber von den Bakterien in den meisten Fällen sehr gern verstoffwechselt, so dass man den Halsschmerzen damit eher Vorschub leistet, als sie zu heilen. Das gleiche gilt für Zucker oder Kohlehydrate. Deshalb ist im Falle von Halsschmerzen eine Krankenkost aus Milchprodukten, Kartoffeln, Gemüse oder verdünnten Säften vorteilhafter.

Hausmittel gegen Halsschmerzen: Was wird benötigt?

  • Arzneimittel gegen Halsschmerzen aus der Apotheke und/oder
  • Vitamin C, OPC, MSM und andere Vitalstoffe und/oder
  • Halswickel, Inhalation mit Salz oder Kamille und/oder
  • viel Schlaf und/oder
  • Reduzierung der Nahrungsaufnahme und/oder
  • warme Zitrusgetränke und/oder
  • Zink und/oder
  • Gemüsebrühe

 

Hausmittel gegen Halsschmerzen: alles Wissenswerte!

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Arzneimittel aus der Apotheke

Jede Apotheke bietet eine Vielzahl von Mitteln an, die gegen Halsschmerzen wirken. Darunter gibt es Lutschpastillen oder Flüssigpräparate, die im Speziellen wirken können oder nicht. Da die Ursachen erst einmal nicht geklärt sind, hilft hier nur ein Ausprobieren. Denn nicht jedes Mittel hilft auch im individuellen Fall, genauso wie bei verschreibungspflichtigen Medikamenten vom Arzt.

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Vitalstoffe

Natürlich sollte man Vitalstoffe immer mit der Nahrung und darüber hinaus, bei Bedarf, durch Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen. Das trifft insbesondere auch bei Halsschmerzen zu. Die tägliche Dosis Vitamin C, gern über den Tag verteilt, darf ruhig einmal 1000 mg betragen. Wer OPC-Pulver im Haus hat oder gern beschaffen möchte, ist mit diesem stärkeren Oxidans sehr gut versorgt. Bis zu einem Teelöffel täglich, verteilt in den Speisen, können problemlos mitgegessen werden. Das OPC betreffend sollte man wissen, dass es seine Wirksamkeit nicht verliert, wenn es einer Suppe oder einem heißen Zitronengetränk hinzugefügt wird. Dagegen werden Vitamine bei etwa 70 Grad fast alle zerstört. MSM ist ein Vitalstoff, der in der Natur vorkommt. Man nennt ihn auch organischen Schwefel. Beispielsweise, wenn man im Wald spazieren geht, atmet man MSM mit ein. MSM wirkt vitalisierend, antibakteriell und entgiftend. Es ist eine natürlich gewonnene oder chemisch hergestellte Substanz, die es in der Apotheke oder im Internet zu kaufen gibt. Hier kann man mit einer kleinen Dosis von etwa einer Prise, vielleicht dreimal täglich, beginnen und steigert die Dosis, je nach Verträglichkeit. Sollte die Menge für den momentanen körperlichen Zustand zu hoch gewesen sein, äußert sich das durch beginnende Kopfschmerzen, die durch die Entgiftung entstehen. Hier hilft einfach, die Dosis zu reduzieren und langsamer zu steigern.

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Halswickel und Inhalationen

Gegen Halsschmerzen wird man sich schon meist freiwillig einen Schal oder zumindest ein Tuch um den Hals binden. Die dadurch entstehende Wärme tut gut. Sie steigert an dieser Körperstelle die Durchblutung und unterstützt damit das Immunsystem. Ein warmer, feuchter Wickel um den Hals, den man für eine Zeitlang trägt, ist fast noch besser. Wer sich jedoch traut, unter einem großen Handtuch über einer dampfenden Schüssel für fünf Minuten zu verschwinden, wird damit einen noch größeren Erfolg erzielen. Denn mit den eingeatmeten Dämpfen aus loser Kamille oder Meersalz reduzieren sich Schleimhautschwellungen sehr schnell. Zumindest für einige Stunden ist das ein sehr angenehmes Gefühl. Und sowohl Kamille als auch Meersalz wirken antibakteriell bzw. antiviral. Diese Maßnahme könnte man auch vorbeugend gegen alle Erkältungskrankheiten einmal täglich, am besten vor dem Schlafengehen, oder zumindest einmal wöchentlich durchführen. Denn immer sind krankmachende Keime in unseren Schleimhäuten unterwegs.

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Schlafen

Viel Schlaf oder zumindest ausreichender Schlaf ist das, was der Körper dann unbedingt braucht, wenn er geschädigt ist. Denn nur während des Schlafes kann er alle Programme voll aufdrehen, die uns wieder reparieren. Bei Halsschmerzen wäre es besonders vorteilhaft, mit einem Schal oder einem Rollkragen ins Bett zu gehen. Der Hals muss dann warm gehalten werden, sollte allerdings nicht schweißtreibend sein. Dann droht wieder eine Verkühlung.

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Reduzierung der Nahrung

Meist wird es ohnehin so sein, dass man bei Halsschmerzen nicht gerade über großen Appetit verfügt. Gerade bei Halsschmerzen sollte man möglichst wenig essen, und dann nur leichte Speisen. Beispielsweise ein Braten oder ein Kartoffelsalat mit Schlagsahne sind dann out. Jetzt empfehlen sich echte Hühnerbrühe, Gemüsebrühe, warmer Pudding oder leichte Shakes mit Gemüse und Obst. Auch etwas warme Milch oder selbst zusammengerührte Quarkspeisen sind sehr angenehm in diesem Zustand. Von reinen Fruchtsäften sollte man jedoch Abstand nehmen oder stark mit Wasser verdünnen. Kein Kaffee, keine Zigaretten, möglichst kein Brot, kein Kuchen oder ähnliches und keine Fleischprodukte – das würde mehr belasten als helfen. Etwas Kartoffelbrei wäre allerdings auch ratsam. Viel heißer Tee oder Wasser sind als Getränke genau richtig.

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Warme Zitrusgetränke

Um die körperliche Abwehr so richtig hochzukochen, empfehlen sich insbesondere bei Halsschmerzen warme Zitrusgetränke. Sie wirken allerdings nur dann richtig, wenn sie auch in möglichst heißem Zustand ausgetrunken werden. Dafür kann man Zitronensaft oder Grapefruitsaft verwenden. Zwei oder drei Zitrusgetränke täglich sind allerdings genug, denn der Zucker darin ist nicht gerade förderlich bei der Bakterienbekämpfung. Dann sollter man lieber seinen Tee oder das Wasser mit einer Zitronenscheibe kredenzen, und natürlich ohne Zucker.

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Zink

Die Nährstoffversorgung des Körpers sollte im Alltag unbedingt Zink mit enthalten. Es hilft, die körpereigene Barriere gegen Eindringlinge aufrechtzuerhalten. Ein Zuviel ist aber auch nicht gut. Vorübergehend, beispielsweise bei Halsschmerzen, wäre ein tägliche Nahrungsergänzung mit Zink angebracht.

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Gemüsebrühe

Sehr gut, insbesondere bei einer bakteriellen Invasion im Mund- und Rachenbereich, aber auch im Magen und im Darm, wirkt eine richtig gekochte Gemüsebrühe. Für einen großen Topf verwendet man zwei Möhren, zwei Kartoffeln, eine Zwiebel, fünf Knoblauchzehen, zwei Scheiben Ingwerwurzel und drei Blätter Wirsingkohl. Das ganze wird kleingeschnitten und bis kurz unter dem Rand mit Wasser aufgegossen. Hinzu kommen noch etwas Milchfett und/oder ein Schuss Öl als Geschmacksträger, etwas Salz und etwas Gewürz zum Schärfen – Pfeffer, Curry, Meerrettich o. ä. Von dieser Brühe – abends aufgekocht und über Nacht stehenlassen, kann man dann etwa aller drei Stunden eine Tasse genießen.

Tipps und Hinweise

  • Eine ständige latente Vorsorge nach diesem Muster hilft sogar, 365 Tage im Jahr frei von Erkältungen zu bleiben.
Schwierigkeitsgrad:  

2 Meinungen

  1. Hans-Werner Kamprad

    Hallo,das sind mal richtig gute Tipps!Ich persönlich leide ein wenig darunter, dass ich immer eine sehr trockene Nase habe. (Mein HNO-Arzt glaubt, es gäbe da eine Verwirbelung in der Nase). Deshalb kommt es oft vor dass ich nachts durch den Mund atme, wobei ich zum Glück für meine Frau, dabei wenigstens nicht schnarche. Dadurch bekomme ich aber natürlich auch wieder einen trockenen Mund und trockenen Hals, gerade in den Monaten, in denen tüchtig geheizt wird. Deshalb Schlafe ich dann nur mit Halstuch, sonst sind die Halsschmerzen garantiert!Liebe Grüße Hawe

  2. Also ich kann nur heißen Orangensaft gegen Halsschmerzen empfehlen. der hat mir bisher immer super geholfen.Beste Grüße Ralph

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