Häufige Übersetzungsfehler: Unterschiede von britischem und amerikanischem Englisch

Englisch, das ist ja das Gute, ist eine Weltsprache, und wenn man es einmal gelernt hat, dann kommt man damit auch überall, wo Englisch gesprochen wird, super zurecht! Das ist die weitläufige und logische Schlussfolgerung vieler, sich der Sprache zu bemächtigen. Und zu 99% ist man damit auch auf der sicheren Seite, wenn da nicht immer wieder diese kleinen, gemeinen Bedeutungsverschiebungen in so manchem Wort wären, die britisches und amerikanisches Englisch dann eben doch unterscheiden. Wenn die in einigen Fällen bei der Benutzung im falschen Land dann allerdings nicht nur zu Unverständnis, sondern richtig peinlichen Situationen führen, wäre man gerne früher gewarnt worden. Damit sie vor einigen bösen Patzern in Zukunft gefeit sind, haben wir einige beliebte (und bedeutende!) Fehlerquellen zusammengetragen, damit Sie den nächsten Urlaub sorgenfrei im Restaurant, der Shopping-Mall und Bars verbringen können.

britisches und amerikanisches Englisch: So wirds gemacht!

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Reizwäsche Teil I

Wenn man Sinatra's „Style“ noch im Ohr hat, und über das ach so elegante Outfit des Besungenen etwas näher sinniert („He wears suspenders, a belt and a vest“), dann kann man als Brite durchaus verlegen werden. Denn im Königreich meint suspenders nicht „Hosenträger“ wie im amerikanischen Sprachraum, sondern „Strapse“. Und das hat wohl für die wenigsten Männer, zumindest bei der Wahl der eigenen Garderobe, etwas mit gutem Stil zu tun. Deswegen aufgepasst, wenn die Hose im Vereinigten Königreich zu locker sitzen sollte, und im Geschäft besser nach einem belt fragen, das bedeutet nämlich in beiden Ländern „Gürtel“.

  1. suspenders (brit.) – Strapse
  2. suspenders (amer.) – Hosenträger
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Reizwäsche Teil II

Gerade im Unterwäschebereich scheint britisches und amerikanisches Englisch seine wahren Tücken zu beheimaten. Das nett gemeinte Kompliment „I really like your pants“ können Sie Ihrer amerikanischen Freundin ohne Probleme machen, wenn Ihnen ihre neue Jeans gefällt. Doch wenn die Bekannte aus England empört das Gesicht nach der nett gemeinten Bemerkung verziert, wundern Sie sich nicht. Pants bedeutet dort nämlich „Unterhose“ und geht dem ein oder anderen als nett gemeintes Small-Talk-Kompliment dann doch etwas zu weit.

  1. pants (brit.) – Unterhose
  2. pants (amer.) –  Hose
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Unwissen trifft Inkontinenz

Damit sie bei den Briten im Edelrestaurant nicht gleich vor die Tür gesetzt werden, bitte vorsichtig bei der Verwendung des Wortes napkin. Denn was in den USA als Serviette bekannt ist, bedeutet auf der Insel leider „Windel“ und wird bei den Kellnern wohl eher mit der Weisung in Richtung Toilette, oder gar einem kleinen Eklat enden, denn mit dem freundlichen Einverständnis Ihnen ein Mundtuch gegen etwaige Soßenspritzer zu reichen. Wer eine Serviette will, muss das im Deutschen verwendete Wort im britischen Englisch einfach beibehalten. Dann klappt es auch mit dem Service!

  1. napkin (brit.) – Windel
  2. napkin (amer.) – Serviette
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Eindeutig zweideutig:

Beim englischen Wort rubber können Sie in Amerika gewaltig ins Fettnäpfchen treten, denn wenn Sie dort mit der scheinbar unschuldigen Bitte nach einem Radiergummi fragen, werden Sie wohl zuhauf Augenzwinkern und schelmisches Grinsen ernten. Denn der nächste Beweis, dass britisches und amerikanisches Englisch durchaus Unterschiede hat, bezugt der rubber: Der meint in den USA nämlich „Kondom“, der Radiergummi heißt dort eraser.

  1. rubber (brit.) – Radiergummi
  2. rubber (amer.) – Kondom
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Für die Herren: Vorsicht bei der Wortwahl

Achtung, liebe Männer, in den Vereinigten Staaten bitte niemals die Redewendung „I am blowing a fag“ verwenden, wenn Sie vorhaben, eine Zigarette rauchen zu wollen. Denn fag bedeutet in den USA nicht „Zigarette“, sondern ist ein abwertendes Schimpfwort für einen Homosexuellen. Ebenfalls für unangenehmes Büroklima oder irritierte Pub-Stimmung könnten Aussagen wie „I am going for a fag“, „I had so many fags today“ or „I love fags“ sorgen. Also, zur Sicherheit einfach immer von cigarettes, oder wer eine Vorliebe für Abkürzungen hat von cigs, reden!

  1. fag (brit.) – Zigarette
  2. fag (amer.) – vulgär: Homosexueller
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Für die Damen: Vorsicht bei der Wortwahl!

Es klingt so nett, so harmlos – doch Vorsicht, wenn Sie nach einem netten Abend Ihrem Urlaubsflirt nur zum Abschied sagen wollen, dass er Sie gerne anrufen kann, wählen Sie nicht die „can you give me a ring tomorrow?“-Phrase. Denn wenn es sich um einen Bürger aus Amerika handelt, kann das ganz schnell das Ende aller Unschuld sein. Wer nämlich schon am ersten Abend nach „DEM Ring“, also dem Verlobungsring fragt, wird wahrscheinlich Angstschweiß und Entsetzen statt einem zweiten Date ernten. Allerdings auch eine freundliche Abschreckungsmaßnahme bei Typen, die gar nicht gehen.

  1. Can you give me a ring? (brit.) – Kannst du mich anrufen?
  2. Can you give me a ring? (amer.) – Willst du mir einen Antrag – inklusive Ring, versteht sich – machen?

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