Großes Kino – Kinofilme der etwas anderen Art

Großes Kino – Kinofilme der etwas anderen Art


Herbst und Winter erfreuen den Filmliebhaber diesen Herbst wieder mit einigen tollen Filmen.

Von der melancholischen Tragikomödie bis hin zum beschwingten filmischen Porträt über deutsche Maler des 19. und 20. Jahrhunderts ist alles vertreten.

„Paterson“ – Der Busfahrer und die Dichtkunst

Der junge Paterson ist Busfahrer in der kleinen gleichnamigen Stadt in New Jersey. Auf den Straßen, durch die er tagtäglich fährt und an den Passagieren, die an jeder Haltestelle ein- und aussteigen, macht er die seltsamsten Beobachtungen. Diese Beobachtungen wiederum greift er in kleinen Gedichten auf, die er in seinen Pausen schreibt. Im Film von Jim Jarmusch geht es nicht so sehr ums Erzählen, sondern mehr ums Beobachten. Dem Beobachten der kleinen Dinge, des Skurrilen. Jim Jarmusch macht Kino im Urzustand und genau das kam auch auf dem Filmfestival in Cannes gut an. Adam Driver, der auch schon in dem Film „Inside Llewyn Davis“ der grandiosen Coen-Brüder spielte, so wie Golshifteh Farahani, die seine Frau Laura mimt und überzeugt von Patersons Dichtkunst ist, schaffen es hier, das subtile Glück ihres Lebens auf die Leinwand zu projizieren. Dieser Film ist definitiv einen Besuch wert.

„Café Society“ – Neues von Woody Allen

Die Romanze Café Society spielt im Amerika der 30er-Jahre. Eine Ära des Glanz und Glamours:
Bobby Dorfman, gespielt von Jesse Eisenberg, zieht es aus der Bronx ist die Glitzerwelt Hollywoods. Mithilfe seines Onkels Phil (Steve Carell), der erfolgreiche Filmagent ist, will er es im Filmgeschäft schaffen. Er verliebt sich unglücklich in die Sekretärin seines Onkels Vonnie (Kirsten Stuart), die zwar gerne Zeit mit ihm verbringt, aber eigentlich einen anderen liebt – und zwar keinen Geringeren als Bobby’s Onkel Phil. Zu allem Überfluss kommt Bobby auch noch sein mafiöser Bruder Ben (Corey Stoll) in die Quere, dessen Mafia-Geschäfte drohen, Bills Karriereplänen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Woody Allen greift in diesem Film mal wieder auf seine gewohnten Elemente zurück: New York und seine Upperclass. So manchem von uns versüßt dieser Film sicherlich das Abendprogramm.

Der Künstler und die Frauen – „Egon Schiele“

Im Wien des 20. Jahrhunderts war Egon Schiele eine bekannte Größe, die 1918 mit nur 28 Jahren starb. Sein Leben bis dahin war rasant. Er liebte die Malerei und er liebte die Frauen. Letztere verewigte er nur zu gern auf der Leinwand.

Im Film Egon Schiele geht es daher vor allem um diese zwei wichtigen Komponenten seines Lebens. In seinen Anfängen steht zu Beginn häufig seine hübsche Schwester Gerti (Maresi Riegner) Modell für ihn, wird aber schon bald von anderen Frauen, wie der rothaarigen Wally Neuzil (Valerie Pachner) abgelöst. Schon bald verlieben sich die beiden in einander. Die Leidenschaft, die die neue Beziehung mit sich bringt, veranlasst den Künstler zu neuen Großtaten, wie dem Gemälde „Tod und Mädchen“. Für alle, die sich schon immer für den Künstler Schiele interessiert haben, ist dieser Film in jedem Fall ein Besuch wert.

Berühmte Künstlerin aus Worpswede: „Paula“

Paula Modersohn-Becker, gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. Ihr Leben und ihr Schicksal veranlassten Christian Schwochow nun dazu, einen Film über diese bekannte Persönlichkeit des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu drehen.
Im Film geht es um den Werdegang der Künstlerin Paula, gespielt von Carla Juri. Schon früh angetrieben von der Kunst, besucht sie Zeichenkurse in Berlin. Der Durchbruch als Künstlerin gelingt ihr in der Künstlerkolonie Worpswede und später auch in Paris. Mit 31 Jahren stirbt die begabte Malerin an den Folgen der Geburt ihrer Tochter Mathilde an einer Embolie.
Ein Film über das Schicksal einer Frau und ihre Liebe zur Kunst.
 
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Bildquelle: Thinkstock, 153702816, iStock, Svengine

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