Griechische Hoffnungsträger gesucht

Nach dem überraschenden Titelgewinn von Griechenland bei der EM 2004, stürzten sich die Mannschaften auf die wenigen überragenden Spieler. Vasileios Tsiartas wechselte zum 1. FC Köln. Geogios Seitaridis sollte unter anderem nach Gelsenkirchen kommen. Über weitere wurde intern nachgedacht. Was blieb war griechische Leere…

Bis Gekas in dieser Saison Bochum nach oben schoss. Der von Panathinaikos Athen verpflichtete Stürmer erzielte auf Anhieb 20 Tore und wurde in seiner ersten Bundesligasaison sofort Torschützenkönig. Sofort schlug Bayer 04 Leverkusen zu und sicherte sich die Dienste des ab morgen 27-jährigen Spielers. Dabei soll es nicht bleiben. Auch Innenverteidiger Efstathios Tavlaridis (27) soll an den Rhein gelockt werden.

Doch nicht nur in Leverkusen freut man sich auf einen Griechen. Auch die Hamburger hoffen auf Sirtaki-Klänge bei Heimspiel-Toren. Beim Dino der Liga denkt man offen über die Verpflichtung von Kyrgiakos nach, der in Frankfurt (wo zudem Ioannis Amanatidis vom VfB Stuttgart umworben wird) eine Bank in der Defensive war und gleichzeitig fünf Tore erzielte.

Weiter als Hamburg sind da schon die Bielefelder. Arminia stellte am Montag ihren neuen Hoffnungsträger vor: Leonidas Kampantais. Der 25-jährige kommt ablösefrei vom AEK Athen. In dieser Saison gelangen dem 1,85-Meter-Mann „nur" acht Tore in 21 Spielen.

18 Mal konnte in dieser Saison Nikolaos Lymperopoulos einnetzen. Damit gewann er die Torschützenkonkurrenz in Griechenland und soll in der kommenden Saison das gleiche Kunststück in Deutschland wiederholen. Der 1. FC Nürnberg denkt offensichtlich über den 31-jährigen nach.

Trotz der momentanen Euphorie um griechische Spieler: Es gibt auch negative Beispiele von Griechen in der Bundesliga. Tsiartas gelang in Köln nie der Durchbruch beim FC. Angelos Charisteas kam 2002 mit großen Vorschusslorbeeren nach Bremen. Doch dem Griechen gelang es nie sein Potenzial abzurufen und einen Stammplatz zu erobern. Nach zwei glücklosen Saisons „flüchtete" Charisteas zu Ajax Amsterdam.

Am Ende wäre es verwunderlich, wenn in der Bundesliga eine griechische Ära einsetzt. Amanatidis und Kyriagkos sollten – egal bei welchem Team – auch in der nächsten Saison wieder verlässliche Größen sein. Bei Gekas sollte man skeptisch sein, ob er auch in der nächsten Saison eine ähnlich starkes Jahr hinlegen kann. Negative Beispiele, wie Delron Buckley (2004/2005: 15 Tore für Bielefeld. Eine Saison später torlos in Dortmund) lassen grüßen. Bei den neuen Griechen muss man ohnehin erst abwarten, wie sie sich in der neuen Heimat eingewöhnen werden…

Eine Meinung

  1. Bisher hält Gekas, was er verspricht – er trifft und trifft. Ob er dieses Versprechen auch nächste Saison beim Werksclub einhalten kann, mag ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall war er eine frische Erscheinung in der Bundesliga diese Saison. Es hat Spass gemacht, ihm zuzusehen.

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