Griechische antike Architektur: Ein Überblick über Stile und Geschichte

Die griechische antike Architektur zeichnet sich vor allem durch drei Baustile aus, die ihrerseits in der Form der Säulen wiederzufinden sind. Sowohl der älteste Stil, die dorische Ordnung, als auch die jüngeren Stile, die korinthische und die ionische Ordnung, folgen einer Bauweise, die sich aus mehreren Elementen zusammensetzt. Bei diesen sind die einzelnen Glieder sehr strengen Regeln unterworfen, können aber beliebig miteinander kombiniert werden. Die Stile wurden von den Römern aufgegriffen und später im Zuge der Renaissance wiederentdeckt.

griechische antike Architektur: Tempelanlagen und Privathäuser

Da die Lebensbedingungen im alten Griechenland vor allem durch die Städte und Stadtstaaten geprägt waren, deren Zusammenhalt durch die Religion bedingt war, sind es größtenteils Tempelanlagen, aber auch große Privathäuser, die nach den jeweiligen Baustilen errichtet wurden. Die griechische antike Architektur beginnt dabei mit der dorischen Ordnung im 7ten Jahrhundert vor Christus.

Wie alle Stile aus Griechenland, wird auch die dorische Ordnung in erster Linie über ihre Säulen erkannt. Im Laufe ihrer Anwendung veränderte sie sich, bis sich bestimmte Regeln etablierten: Als typisch werden Säulen angesehen, deren Kapitell mit einem in früherer Zeit wulstigen und später stumpf-kegeligen Echinus und einem quadratischen Abakus aufgebaut sind. Die Säule selbst wurde mit zunächst 16 bis 18, später dann festgelegten 20 Kanneluren (Rillen in der Säule) verziehrt.

Korinthische und ionische Ordnung

Anders als die dorische kennt die ionische Ordnung einen Sockel, der aus der Bodenplatte (Plinthe), sowie Wulsten und Hohlkehlen (Torus und Trochili) besteht. Die schlanken Säulen haben 20 bis 24 Kanneluren und schließen oben mit einem Kapitell mit flachem Abakus ab, das zudem an den Seiten zu Schnecken geformt ist.

Der jüngste der Baustile, die korinthische Ordnung, unterscheidet sich von der ionischen vor allem im Kapitell: Während die Basis mit ihrer Plinthe und auch die Säule mit ihren 24 Kanneluren größtenteils gleich wirkt, ist das Kapitell deutlich höher als zuvor. Es besteht aus dem Körper, dem Kalathos, der von acht Akanthusblättern umstanden wird und damit deutlich verzierter ist, als es die griechische antike Architektur vorher kannte.

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