Goin‘ Downtown

Das letzte Spiel, was mir Silver Style auf den Rechner gebracht hat, hieß "The Fall" und war schwerst schizophren. Die Idee war super, aber die Ausführung mangelhaft. Bugs, Performanceschwächen, schlechte Grafik – ich habe es trotzdem ziemlich lange gespielt.

Wenn die Entwickler bei ihrem nächsten Streich "Goin‘ Downtown" erneut Innovationslust bringen und diesmal die Technik stimmt, dann wird das mein neues Lieblings-Adventure.
Das Setting bietet Altbekanntes: Der Held heißt Jake und ist Polizist im New York des Jahres 2072. In der Zukunft hat mal wieder alles ausgedient, was menschlich ist und die Spieler folgen einem durch den Tod seiner Frau depressiven Protagonisten auf seiner Suche nach Antworten, den Tod einer hübschen Frau betreffend, welche ihn im Laufe des Spiels auf die Spur einer mächtigen Verschwörung bringen.

Klingt für mich ziemlich nach der Ausgangssituation von "Moment of Silence" oder eben "Blade Runner". Ich trau den Leuten bei Silver Style aber zu, aus diesem Setting das Beste rauszuholen. Für mich muss es sowieso nur irgendwo neonröhrig funkeln während fliegende Autos durchs Bild ziehen und es auf Unterfrequenz summt – die Welt braucht mehr Science Fiction Adventures! Mein allererstes Spiel war "The Dig" und obwohl das niemand mochte, hab ichs geliebt! Aber ich schweife ab und der Vergleich passt auch überhaupt nicht, von den bisherigen Informationen her wird "Goin‘ Downtown" definitiv in der Tradition düsterer Science Fiction stehen.

Das ganze Spiel hat einen Cell-Shader-Comic-Look verpasst bekommen, auf den bisherigen Screenshots sieht das schon sehr lecker aus. Man soll sogar Untertitel nicht wie normalerweise unten am Bildschirm, sondern als Sprechblasen angezeigt bekommen.

Interessant sind außerdem folgende Spielinhalte:
Es gibt Rededuelle á la Monkey Island, also keine nervigen Prügeleien wie noch in Dreamfall, sondern Multiple Choice Dialoge, in denen die richtige Antwort einen Treffer fabriziert.
Es wird einen Tag- Nacht- Wechsel geben, den man mit einem Mausklick auslöst. Nachts sind die Interaktionsmöglichkeiten für Jake natürlich andere als bei Tage.
Zusätzlich kann Jake noch eine Zeitmaschine benutzen, um in verschiedenen Zeitabschnitten des Spiels zu rätseln. Eine Zeitmaschine! Ein Point-and-Click-Adventure und es hat eine Zeitmaschine!

PC Games und Gamestar haben das Spiel bereits reviewt, aber deren Ergebnis ist muss in den heutigen Zeiten ja leider nichts mehr wert. Ich lese das gar nicht mehr, um mir nicht die Vorfreude zu verderben. Bisheriger Erscheinungstermin ist der 15. Mai – ich werde mir das Spiel blind kaufen. Mein letztes gutes Adventure ist nämlich auch schon wieder eine Weile her…

Screenshots von: goindowntown.de

Keine Meinungen

  1. Ich kann mich immer noch daran errinern, wie unsere echte Weinachtsbaeume die Nadeln abwarfen.

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