Gnome 3: Die neue grafische Oberfläche für Linux

Gnome ist eine der bekanntesten Linux Versionen und Linux ist eine weltfremde Sphäre für den durchschnittlichen User. Gnome 3 möchte sich mit einer komplett überarbeiteten Oberfläche auf den Normalnutzer zubewegen. Einige andere Updates für den bisherigen Linux-User gibt es ebenfalls.

Gnome 3 mit Geschwindigkeitszuwachs

Die sogenannte Exposé Ansicht, dass ist eine Übersichtansicht aller aktiven Fenster, wird erstmalig über die Grafikkarte und der OpenGL Schnittstelle unterstützt. Sollte diese nicht zur Verfügung stehen, dann greift Gnome auf die altbewährte Oberfläche der 2.0er Version zurück. Erstmals wird eine Taskleiste eingeführt, standardmäßig am linken Rand. Und weil Taskleiste so sehr nach Windows klingt, hat man ihr einen neuen Namen verpasst: Dash. Per graue Unterlegung werden geöffnete Programme im Dash vermerkt. Und weil die Entwicklung hin zum Windows sowieso schon gemacht wurde, lässt man das Aero Snap ebenfalls Revue passieren. Ziehe ein Fenster nach links für die halbe linke Hälfte, nach oben für Vollansicht und rechts für die rechte Hälfte. Sehr nützlich. Und wenn schon bei der Konkurrenz abgeschaut wird, dann darf die allgemeine Suchfunktion von MacOSX nicht fehlen. Zeitgeist, eine Aktivitätsaufzeichnungssoftware, wird noch nachgereicht.

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Lohnt sich der Wechsel oder ist der Fortschritt ein Rückschritt

Die ständig neuen Anpassungen bei den verschiedensten Linux Distributionen stellt immer wieder die Fangemeinde vor ein Rätsel, ob sich nicht Linux zu sehr daran versucht die beiden großen Brüder Windows und MacOSX, bzgl. grafischer Oberfläche, zu kopieren oder ob die Implementierung nützlich sei. Mit Gnome 3 ist der Fortschritt spürbar und gelungen. Wer auf Open Source setzt, der dürfte sich an Gnome 3 erfreuen. Ein Termin für das vollumfängliche Release ist noch nicht bekannt, kann aber via Installer-Pack für OpenSUSE und Fedora bereits ausprobiert werden.

4 Meinungen

  1. Wer auf Open Souce setzt, dürfte sich an Gnome 3 erfreuen?Ich würd das mal so formulieren: Wer auf TAblet-PC- oder Mobiltelefon- Touchscreenoberflächen steht, dürfte sich an Gnome 3 erfreuen, aber auch nur, wenn er keine NVidia Grafikkarte hat, denn die unterstützt Gnome 3 nicht bzw. durch die unbrauchbaren, höchst experimentellen Nouveau Open Source Treiber nur im Fallbackmodus, der zwar ausseiht wir Gnome 2, aber noch viel funktionskastrierter als Gnome 3 mit Shell ist.Für klassische Desktopcomputer ist Gnome 3 wenn überhaupt, dann nur eingeschränkt nutzbar, im Multimonitorsetup gar komplett unbrauchbar.DIe Tatsache, dass Gnome 3 mit allen gängigen Nutzungskonzepten bricht ist in meinen Augen ein KO-Kriterium für Gnome 3, ich will meinen Rechner so bedienen, wie ich es für richtig halte, nicht so, wie es mir die betriebsblinden Gnome Entwickler aufzwingen wollen.Mein Fazit nach gut 5 Tagen Testbetrieb unter Gnome 3 mit Shell: Gnome 3 ist nicht für produktive Arbeit auf Desktops geeignet, hier wurde zu sehr auf Shinyness in Verbindung mit Konsum vom Webinhalten und Social Networking gesetzt, (halt typische Nutzung von Mobiltelefonen und Tablet-PCs) und die Nutzbarkeit auf Produktivsystemen schwerstens vernachlässigt.Mal sehen, ob das in Gnome 3.2 besser wird, ich befürchte allerdings, dass dies aufgrund des Gesamtkonzeptes von Gnome 3 nicht möglich ist. Ich will meinen Rechner nutzen, und mich nicht durch ein Bedienungskonzept, dass nicht meines ist, durchkämpfen und mich von Frustration zu Frustration hangeln müssen. Jean

  2. Also von den ganzen Bildern und Videos her würde ich liebend gern umsteigen. Aber ich will lieber beim Stable-Repo unter Debian Squeeze bleiben als aufs „sid“ umzusteigen.Lieber noch ein bisschen warten und dafür ein stabiles System haben. Liebe GrüßeMalte

  3. „Gnome ist eine der bekanntesten Linux Versionen […]“DAU-Alarm!

  4. Oscar alias xpenguin

    „Advancrd“ und „Fortschritt“ und „schön“ und weiß der Deibel, was noch, ich kann es nicht mehr lesen! Ich bin gerade mit Oneiric beschäftigt, und noch nie hat mich eine Release derart beschäftigt! Wo ist der Fortschritt, wenn alles fehlt, was einem bisher beliebt war? Ich habe gern dunkle Fenster. Bei GNOME 2.X bislang kein Problem, hatte ich halt eingefärbt. Bei GNOME 3 is nich! Gleißend weiß oder gnädigerwqeise fast weißes hellgrau! Da tun mir die Augen weh, die sind nämlich sehr empfindlich! Man kann jede Menge Themes hineinladen, bekommt davon aber bloß die Starterleisten. Dann sollten sie auch bloß diese auf die Repos packen, sondt lädt man fast alles umsonst! Kein Byzanz mehr, kein XPenguins-Applet, kein GLunarClock, und die Getdeb-Repos gibt es auch nicht mehr! Shell-Erweiterungen gibt es auf den „normalen“ Repos nicht, die muß man sich mühsam im Netz zusammensuchen. Und von dem, was man da findet, funktioniert nur die Hälfte! Um 3D zu kriegen, mußte ich gleich 2 Treiber laden, und die funktionieren auch nicht automatisch, sondern nur, wenn ich das Fusions-Icon anklicke und dann von GTK nach KDE und wieder zurückschalte! Alles äußerst „advanced“, „fortschrittlich“ und „schön“! Und das Ganze geht überhaupt nur, weil man den „Gnome classic“-Modus hat. Die „normale“ Shell bietet lediglich einen Desktop, der wie ein Tablet-PC oder Netbook-Desktop aussieht und funktioniert. Wir haben ganz einfach den konfigurabelsten Desktop aller Zeiten gegen den fast unkonfigurabelsten eingetauscht! Es lebe der Fortschritt! Und wer einen Benz oder Porsche fährt, der sollte auf einen alten Käfer umsteigen! Ist doch genauso fortschrittlich, oder? Für die Entwickler bestimmt, denn die können sich ja eine Menge Arbeit sparen, wo doch so viel nicht mehr da ist!
    Wem meine Meinung nicht gefällt: xtremetux@gmx.de
    Tschüß, Oscar…

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