Gewaltkriminalität steigt – es gibt einen Zuwanderer-Zusammenhang

Gewaltkriminalität steigt – es gibt einen Zuwanderer-Zusammenhang

In wie fern besteht ein Zusammenhang zwischen der Zuwanderung von Flüchtigen und dem Anstieg von Gewaltdelikten? Der Kriminalwissenschaftler Christian Pfeiffer hat zusammen mit Kollegen die Flüchtlingskriminalität in Niedersachen untersucht und dabei festgestellt, dass Asylsuchende eher straffällig werden, wenn sie keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Erfahren Sie hier mehr.
 

Studien-Ergebnis: Nordafrikaner sind gewaltbereiter

Mehr Flüchtlinge führen zu mehr Gewalt? Ganz so einfach lässt sich Problem nicht erklären. Flüchtlinge sind nämlich pauschal nicht krimineller oder grundsätzlich gewaltbereiter. Fest steht: Etwa jede achte Gewalttat geht von einem Asylsuchenden aus, wie der „Spiegel“ berichtet. Grundlage liefert eine Studie, für die Wissenschaftler im Auftrag des Bundesministeriums für Familie und Jugend die Gewaltkriminalität von Flüchtlingen am Beispiel von Niedersachen untersucht haben.

Sie stellten zwischen 2014 und 2016 einen Anstieg von Gewaltstraftaten fest, dazu nahmen sie die polizeiliche Kriminalstatistik genauer unter die Lupe. Im besagten Zeitraum stiegen die von der Polizei registrierten Gewalttaten um 10,4 Prozent an, über 92 Prozent davon fielen auf Flüchtlinge zurück.

Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan fielen bei der Untersuchung positiv auf, da sie vergleichsweise weniger Straftaten begingen als nordafrikanische Migranten aus Marokko, Algerien und Tunesien, die viel seltener ein dauerhaftes Bleiberecht zugesprochen bekommen. Ihr Anteil an den in Niedersachsen registrierten Flüchtlingen betrug 2016 lediglich 0,9 Prozent, dafür stellten sie 17,1 Prozent der Tatverdächtigen von Gewaltstraftaten.

Mögliche Ursachen für Gewalttaten

Ein Großteil der Zuwanderer sind junge Männer zwischen 14 und 30 Jahren. Diese Altersgruppe fällt besonders häufig durch Gewalt- und Sexualstraftaten auf. Ob nun Frankreich, Deutschland oder Nordafrika, das Land oder die ethnische Herkunft spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle. Jugendliche und junge Erwachsene „tanzen“ einfach häufiger aus der Reihe. Zudem werden Straftaten von Flüchtlingen häufiger angezeigt als Gewaltdelikte, die durch Deutsche verübt werden.

Weitere Ursachen für die Gewaltbereitschaft von Zuwanderern sind die Zustände der Unterbringung. Viele junge Männer leben auf engem Raum miteinander, es gibt kaum Privatsphäre. Sie sind zwar in Sicherheit, aber ohne wirkliche Perspektive, das kann früher oder später zu Aggressionen führen. Meist richtigen sich die Gewalttaten nicht gegen Bundesbürger, sondern gegen andere Flüchtlinge.

Nicht zu verachten ist auch der Frauenmangel, wie die „Welt“ schreibt. „Der Mangel an Frauen wirkt sich überall negativ aus“, erklärt Pfeiffer. Weibliche Bezugspersonen, ob verwandt oder nicht, können Männer, die in Männergruppen leben und sich an „gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen orientieren“, in ihrem Verhalten zügeln und sie so positiv beeinflussen.

Bildquelle: Pixabay, police, 378255_1280

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