Geschäftsidee: Und dann? Anleitung zur erfolgreichen Existenzgründung

Es gilt der berühmte amerikanische Ausspruch: „Eine Idee, deren Beschreibung nicht auf der Rückseite einer Visitenkarte Platz findet, ist keine gute Geschäftsidee.“

Wenn Sie es schaffen, Ihre Idee auf wenige, kurze Sätze zu bringen, ohne sie zu verzerren, dann bedeutet das erstens, dass Sie Ihre Idee bewusst erfasst haben und zweitens, dass Sie nicht zu kompliziert ist. Eine größere Idee müssen Sie in Teilideen aufspalten. Dann bleibt nur die Frage, ob die Idee denn in Teilen umsetzbar ist.

Für die Umsetzung einer Geschäftsidee braucht es mehr als nur eine griffige Formulierung. Die Handwerkskammer der Region Stuttgart (siehe „Weiterführende Links“) zählt zehn Dinge auf:

  1. unbedingter Wille zum Erfolg
  2. Selbstvertrauen
  3. … natürlich die Geschäftsidee
  4. Unternehmenskonzept
  5. Finanz- und Liquiditätsplanung
  6. Marketing
  7. Erkennen von Marktlücken
  8. Kooperationen
  9. Personal
  10. Beratung

Wenn Sie meinen, dass die Existenzgründung nichts für Sie ist, können Sie Ihre Idee auch anders verwerten. Zum Beispiel können Sie sie oder das Konzept an ein Unternehmen verkaufen. Der Vorteil eines funktionierenden Konzepts im Gegensatz zur Idee ist, dass Sie dieses beliebig oft verkaufen bzw. lizenzieren können.

Nur stehlen lassen sollten Sie sich Ihre Idee nicht. Ideen kann man nicht patentieren, nur Texte und Erfindungen.

Geschäftsidee: So wirds gemacht!

1

persönliche Voraussetzungen

Sie brauchen, wie die Schwaben uns bereits wissen ließen, Selbstvertrauen.
2
Wenn Sie nicht an Ihre Idee glauben, werden es auch die Geldgeber nicht tun.
3
Außerdem sollten Sie checken, ob Sie beruflich und zeitlich in der Lage sind, ein Unternehmen zu gründen. Viele unterschätzen den regelmäßigen Zeitaufwand eines Dienstleistungsunternehmens.
4

Produktumfeld

Hat die Idee tatsächlich einen so großen Nutzen für die Menschheit? Wo kann man das Produkt einsetzen, wer würde es kaufen? Hat es einen „appeal“, der genug Menschen zum Kauf bzw. zur Nutzung verleiten könnte?
5

Businessplan

Ihr Businessplan sollte auf etwa zehn Seiten skizzieren, wie die Idee lautet und wo Sie mit Ihrem Unternehmen hin wollen.
6
Entwerfen Sie ein vorläufiges Logo und einen vorläufigen Namen.
7
Geschäftsidee: Sie müssen den Grund Ihres Vorhabens erläutern, Tätigkeiten und Ziele Ihres Unternehmens beschreiben, potenzielle Auftraggeber benennen, die zukünftige Branche analysieren und zumindest grundlegend über die infrage kommenden Formen der Werbung nachdenken. Ein unique selling point gegenüber der Konkurrenz sollte Ihnen ebenso einfallen.
8
Persönliche Informationen: Zu einem Businessplan gehören die üblichen biografischen Daten über den Antragsteller hinter der Unternehmens- und Existenzgründung: ein Lebenslauf und eventuell Arbeitsproben.
9
Finanzplan: Sie müssen vorhandenes Eigenkapital angeben, den Lebenshaltungsbedarf schätzen, eine Ergebnisvorschau liefern – die Sie zusammen mit einem Steuerberater anfertigen sollten. Halten Sie sich an die Trias der BWL: Kosten, Umsatz, Gewinn.
10
Geschäftsgrundsatz: Dann zu Ihrem Unternehmen. Stellen Sie die Unternehmensform vor, den Inhaber und Konten. Die Geschäftsführung, die Vertretung und außerdem die Gewinn- und Verlustbeteiligung müssen geklärt werden.
11
Quellen für Unterstützung und Förderung:
Gehen Sie Ihre Kontakte durch. Wenden Sie sich mit Ihrem Businessplan an die IHK. Je vollständiger dieser ist, desto einfacher sollte es fallen, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Ebenso sollten Sie sich im Vorfeld nach Beratungsangeboten erkundigen. Eine Erstberatung ist meistens kostenlos.

Tipps und Hinweise

  • Wenn Ihnen persönlich Kompetenzen oder Mittel zu fehlen scheinen, suchen Sie sich einen Partner, der Ihre Schwächen kompensieren kann.
  • Aussicht aufs Marketing: Auf gruenderhomepage.de können Sie sich eine kostenlose Visitenkarte als Homepage erstellen.
  • Auf den Internetseiten des BMWi erhalten Sie Hilfe in Form von Checklisten.
  • Handwerkskammer Stuttgart: http://www.hwk-stuttgart.de/
Schwierigkeitsgrad:  

Eine Meinung

  1. Habe mich schon seit laengerem damit beschaeftigt. Die Anleitung ist echt super.

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