Gehirn-Massage

Transkraniale Magnetfeldstimulation (TMS) hat schon einige Berühmtheit erlangt, weil Forscher damit hochspirituelle Gefühle in Versuchspersonen starteten oder andere Experimentatoren ihren Schützlingen für einige Minuten den „Idiot Savant"-Effekt verpassten, also bessere Lern- und Gedächtnisleistungen. Ein starkes Magnetfeld, an den Kopf gehalten, macht ungewöhnliche Einsichten möglich.

Wieso sollten nur Forscher so etwas zu Verfügung haben, dachten sich einige Erkenntnissüchtige. Schließlich könnten wir in der Zukunft auch selbst für die Entwicklung unseres Gehirns zuständig sein, ohne auf Forschungszentren angewiesen zu sein. Und so gründeten sie OpenStim, (Open Noninvasive Brain Stimulator), eine Gruppe, die ein billiges, massenmarkttaugliches TMS-Gerät entwickeln will, um damit jedem das Experiment mit seiner grauen Masse zu ermöglichen.

Das verspricht eine Menge an privaten Abenteuerreisen: Meditation ohne zehnjährige Zen-Praxis, rationales Lernen und ozeanische Einheit mit dem Universum je nach Tagesbedarf. Und: Partnermassage ist out, demnächst ruft man sich wechselseitig gute Gefühle direkt im Gehirn hervor.

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