Gatekeeper im Job: Definition und Tipps zum Umgang mit ihnen

Das Individuum in der Relation zur Institution ist ein zentraler Ansatzpunkt in den Sozialwissenschaften. In diesem Sinne ist auch der sogenannte „Gatekeeper“ ein sozialwissenschaftlich beschriebenes Phänomen, das zur Verständnis moderner Gesellschaftsstrukturen beiträgt. Warum das so ist und wie man sich am besten solchen Gatekeepern gegenüber  für die eigenen Aufstiegschancen verhält, in diesem Artikel!

Das Gatekeeping

Im Zuge unserer modernen Gesellschaft sind die individuellen Zuständigkeiten gewachsen. Bei dem Berufseinstieg beispielweise ist eine zeitliche Flexibilität in der Gestaltung von sogenannten „Übergängen“ im Lebensverlauf eingetreten. Doch unterliegt das individuelle Handeln ebenso auch einem strengen organisatorischem Reglement, und heißt nicht „De-Institutionalisierung“, sondern ist im Gegensatz dazu durch die Zunahme dieser differenzierten Regeln „Re-Institutionalisierung“. Der Gatekeeper ist in der Soziologie ein „Torwart“ oder auch „Schleusenwärter“, der solche Übergänge in den Lebensverläufen der Menschen möglich macht. Denn der Gatekeeper ist ein Mensch, der aufgrund seiner Position oder seiner Fähigkeiten den Aufstieg von Menschen in einer Organisation beeinflussen kann.

Der Übergang

Die Veränderung des eigenen Status bezeichnet man als „Übergang“. Dabei wird der Ursprungsszustand in einen Folge- und Endzustand gewechselt.  Institutionelle Übergänge von Lebensläufen laufen dabei indirekt über die Rahmenbedingungen individueller Handlungen ab. Beispiele hierfür sind Ressourcen wie die Rente, das Gehalt oder im Allgemeinen Bildungs- und Beratungsmöglichkeiten. Hat man nun bestimmte Ansprüche auf etwas, muss man sich an die Organisation wenden – genauer an den zuständigen Gatekeeper. Dieser beurteilt dann diese individuellen Ansprüche und bildet sich dann ein Urteil daüber. In diesem Augenblick repräsentiert er damit die Organisation und kontrolliert somit auch die Statusübergänge. Er vermittelt also zwischen den unternehmerischen Grundsätzen von Handlung und Struktur, Innovation und der Routine.

Das Agieren

Bei der Beurteilung von solchen Entscheidungsträgern gilt es immer die Ruhe zu bewahren. Auch hier gilt, dass Prinzip in der Ruhe liegt die Kraft und in diesem Falle auch die Souveränität! Versuchen Sie einen gemeinsamen Nenner mit diesem Menschen vor sich zu finden, denn dann ist das Eis erst einmal gebrochen und man kann mit einigem rhetorischen Geschick darauf aufbauen. Rechtzeitiges Netzwerken und das Aufbauen von einem großen Bekanntschaftskreis wirken zudem wahre Wunder.

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