Game Test: Brink auf der Xbox360

Die Ark

Als das Spiel bei mir zum Test eintraf, waren schon diverse Patches online, wodurch ich nicht mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte wie diejenigen, die das Spiel zum Release erhalten hatten. So gab es bei mir zum Beispiel keine Abstürze oder der gleichen, womit ich darauf in meiner Review nicht eingehe.

Bethesedas neuer Shooter spielt auf einer künstlichen Insel namens „Ark“, die seinen Bewohnern eigentlich eine verheißungsvolle und sorgenfreie Zukunft bieten sollte. Durch verschiedene Katastrophen und das Ansteigen des Meerespiegels wurden die umliegende Bevölkerung dazu gezwungen auf die Ark zu flüchten, was Chaos und Überbevölkerung mit sich brachte. Die Sicherheit auf der künstlichen Insel musste dadurch hart durchgreifen, was wiederum eine Widerstandsgruppe entstehen lies.

Nichts für Solisten: Brink ist ein Multiplayer!

Brink ist zu ein hundert Prozent auf Multiplayer ausgerichtet und bietet zwar Solisten die Möglichkeit die einzelnen Karten mit computergesteuerten Kameraden zu spielen, doch der eigentliche Reiz ist das Spiel gegen andere Gamer. Die Kampagne ist eine Aneinanderreihung einzelner zielorientierter Maps, welche chronologisch gespielt auch einen Story beinhalten. Diese wird Anhand von Videosequenzen erzählt und ihr könnt sowohl auf der Seite der Widerstandskämpfer als auch der Security kämpfen. Eigentlich ist die Story aber Nebensache.

Klassen-Standards: Bethedsa bringt nichts Neues

In Brink stehen euch insgesamt vier Klassen zur Auswahl: Soldat, Techniker, Agent und Sanitäter. Jeder Klasse hat ihre Spezialfähigkeiten wie

  • das Anbringen von Sprengladungen (Soldat),
  • das Reparieren von Objekten und das Aufbauen von Geschützen (Techniker),
  • das Hacken von Computern und Terminals (Agent) oder auch einfach
  • das Heilen der Teamkameraden (Sanitäter).

Innovationen sucht man bei den Klassen vergeblich und Bethesda setzt auf bekannte Standards die schon in verschiedenen Spielen vorkamen. So ist auch die Fähigkeit des Agenten sich als Gegner zu tarnen nicht neu auf dem Markt.

Die Charakteranpassung ist jedoch innovativ

Was den Entwicklern bei den Klassen an Innovationen und Ideen vielleicht gefehlt haben mag, machen sie beim Thema Charakteranpassung wieder wett. Es gibt unzählige Möglichkeiten das Aussehen eures Charakters anzupassen und auch bei den Waffen könnt ihr diverse Verbesserungen frei spielen. Wichtig sind hier die Körpertypen die sich auf die Bewegungsschnelligkeit und Waffenauswahl auswirkt.

Wählt ihr den schweren Typ, seid ihr langsamer, könnt dafür aber schwerere Waffen tragen und der kleine Typ ist flinker und kommt auf höher gelegene Objekte. Ein Rangsystem gibt es natürlich auf und je nach Level werden weitere Objekte verfügbar.

Erfahrungspunkte für den Rangaufstieg bekommt ihr natürlich durch das Ausschalten von Gegnern, doch richtig Punkte gibt es für das Erledigen der Aufgaben im Spiel. Apropos Aufgaben: Die Mehrspielerpartien laufen allesamt zielorientiert ab. Das will heißen, ihr müsst mit eurem Team eine Tür sprengen, Kommandoposten einnehmen, Computer hacken, Fahrzeuge eskortieren oder Objekte reparieren. Ein klassisches Deathmatch oder Team Deathmatch sucht ihr vergeblich. Da es nur eine Gewisse Anzahl an Missionstypen im Spiel gibt, wiederholen sich diese im Laufe der Zeit natürlich.

Guter Look, Grafik von gestern

Grafisch kann das Spiel bei weitem nicht mit anderen Genrevertretern mithalten und sieht aus wie von Gestern. Dazu gesellen sich immer wieder Clipping-Fehler und pixelige Konturen. Was der Grafik an technischen Feinschliff fehlt, kann auch der wirklich gelungene comicartige Look des Spiels nicht retten. Leider ist die Synchronisation auch nicht besser und vor allem die abgehackten Sätze stören beim Spielen. Dann lieber auf Englisch umstellen.

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Wie spielt es sich?

Nach dem ganzen üblichen Informationen wie Story, Gameplay und Technik gehe ich dieses mal mehr auf das Spielgefühl von Brink ein. Die erste halbe Stunde habe ich mir mit dem recht überladenen Bildschirmanzeige schwer getan. Hier werde beispielsweise zu viele Statusmeldungen eingeblendet. Hat man sich daran gewöhnt, stört dies aber nicht weiter.

Nach den ersten Abschüssen im Spiel werdet ihr feststellen, dass eure Gegner ordentlich einstecken könne und selbst ein Kopfschuss nicht das Aus für euren Angreifer sein muss. Dies ist zwar anders als bei anderen Shootern, doch empfand ich es nicht als vorteilhaft ein ganzes Magazin abfeuern zu müssen um einen Frag zu machen.

Ansonsten spielt sich Bethesdas Shooter flüssig und es ordentlich was los auf den Karten. Wirklich Spaß macht es, gemeinsam mit einem gut abgestimmten Team die Missionsziele in Angriff zu nehmen. Der Shooter sollte sich eigentlich durch das Smart-System und die Mobilität im Spiel von der Konkurrenz unterscheiden, doch werden die Funktionen von den Spielern fast nicht genutzt.

Sehr motivierend fand ich die Objekte und Outfits, welche ihr frei spielen könnt. Hier könnt ihr euch was das Design eures Recken angeht wirklich austoben. Noch ein Tipp: Spielt zuerst die Aufgaben, um Waffen und Erweiterungen für diese zu bekommen. Dann fällt auch der Kampf gegen andere Spieler nicht so schwer aus.

Fazit

Das Game macht durchaus Spaß und gerade in einem Team mit ein paar Freuden, könnt ihr es ordentlich krachen lasse. Sehr cool fand ich die Anpassungsmöglichkeiten für euren Kämpfer und die Waffen. Ansonsten konnte mich Brink weder beim Thema Präsentation noch Gameplay überzeugen. Als Budget-Game für Multiplayer-Fans sicherlich einen Blick wert. Ansonsten nicht.

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