Für die berufliche Zukunft – der Auslandsaufenthalt

Zu den Pluspunkten im Lebenslauf eines Bewerbers gehören Sprachkenntnisse und ein Auslandsaufenthalt. Dabei geht es nicht ausschließlich um die erworbenen Fertigkeiten, sondern auch um den Nachweis, mit ungewohnten Situationen zurechtzukommen und die besonderen Herausforderungen in einem fremden Land gemeistert zu haben. Auslandsaufenthalte in Österreich oder deutschsprachigen Teilen der Schweiz bringen bei der Bewerbung weniger Pluspunkte als solche in einem Land mit einer anderen Sprache.

Es gibt viele Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt

Die für Studenten klassische Form des Aufenthaltes in einem anderen Land ist nach wie vor das Auslandssemester. Dieses erfordert bereit vor Beginn der Reise über gute Kenntnisse der Landessprache zu verfügen und bietet sich besonders für Studenten an, deren Hauptfach eine Fremdsprache ist. Ein Fachpraktikum im Ausland steht hingegen grundsätzlich allen Interessenten offen. Die Tätigkeit als Au-pair wird vorwiegend von jungen Frauen gewählt, steht aber auch Männern offen. Die Teilnehmer an den entsprechenden Programmen übernehmen Verantwortung für die Kinderbetreuung in ihrer Gastfamilie und haben zugleich die Möglichkeit, an einem Sprachkurs teilzunehmen. Das Work and Travel-Programm verbindet eine lange Auslandsreise mit dem Arbeiten, stellt hohe Anforderungen an das Organisationstalent und bietet dank zahlreicher Begegnungen die Möglichkeit, ein internationales Netzwerk aufzubauen. Interessante Arbeitserfahrungen machen auch Auszubildende und Studenten, wenn sie ein Praktikum im Ausland absolvieren.

Die Auswahl des Ziellandes

Am einfachsten gestaltet sich der Auslandsaufenthalt in einem Mitgliedsland der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes, da eine Berufstätigkeit einschließlich eines Praktikums jederzeit ohne vorherige behördliche Erlaubnis aufgenommen werden kann. Wer sich für andere beliebte Länder wie die USA, Australien oder Kanada entscheidet, muss hingegen frühzeitig Kontakt zur entsprechenden Botschaft aufnehmen.

Südamerikanische Länder bieten nicht nur den Einblick in eine faszinierende Kultur, sondern sind dank der häufig gesprochenen spanischen Sprache auch aus sprachlichen Gründen interessant. Ein Auslandsaufenthalt in asiatischen Ländern wie China und Japan stellt im Lebenslauf ein großes Plus dar, erfordert aber auch die Beschäftigung mit einer nicht leicht zu erlernenden Fremdsprache. Als Volontär in einem Kibbuz in Israel oder weltweit in einer Jugendherberge zu arbeiten, bietet die Gelegenheit zu einem regen Austausch mit der Landeskultur und mit internationalen Gästen.

Einen längeren Urlaubsaufenthalt im Lebenslauf geschickt verkaufen

Auch wenn ein Auslandspraktikum oder ein Auslandssemester im Lebenslauf den besten Eindruck macht, lässt sich mit etwas Geschick selbst eine lange Urlaubsreise als Bildungsmaßnahme darstellen. Der Bewerber gibt im Lebenslauf an, dass er sich einige Monate mit der Kultur seines Gastlandes befasst hat. Glaubhaft ist diese Behauptung, wenn er die entsprechende Fremdsprache spricht und die kulturellen Besonderheiten seines Aufenthaltslandes tatsächlich kennt – jedoch ist ein professioneller Auslandsaufenthalt, in Form eines Praktikums, eines Studiums oder in Rahmen eines Au-pair Aufenthalts, deutlich empfehlenswerter.

Fotourheber: fotoart-team.com (Fotolia)

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