Ford Mustang Bullitt Test

Der Ford Mustang Bullitt rollt in einer auf 500 Stück begrenzten Auflage nach Deutschland. Wir wandelten in der Verneigung Hommage an Steve McQueens Dienstwagen in dem 1968 veröffentlichten Leinwand-Klassiker „Bullitt“ schon einmal durch den Spreewald.

Kein Tweedjacket, kein Rollkragenpullover, kein schwarzer Dodge Charger. Was soll’s, der Ford Mustang Bullitt Test wird daran nicht scheitern. Bullitt-Signets im Interieur, auf den Einstiegsleisten und auf der Heckblende nehmen jegliche Unwissenheit, sollte das Kleid in Montanagrün-Metallic nicht langen. Kein Pony im Kühlergrill, die 19-Zoll-Leichtmetallräder schwarz anstatt mattgrau wie damals. Wohl gibt’s nach wie vor Einzelsitze, doch jetzt sind es Recaro-Schalen mit massig Seitenführung. Für Freude sorgten beim Mustang Bullitt Test die natürlich in Grün beleuchteten Cupholder sowie etliche Meter grüne Ziernähte. Aber das Weite suchende Mopars werden nicht auf Show & Shine-Contests gestellt, also ab auf den Fahrersitz.

Rauchzeichen beim Ford Mustang Bullitt Test

Der 5,0 Liter messende V8-Sauger des Mustang Bullitt liefert mit 338 kW/460 PS 7 kW/10 PS mehr als der Mustang GT. Zu verdanken dürften die Extrapferde dem tatsächlich offenen Luftfilter sein, nicht gerade die Norm für Serienwagen. Das Drehmoment beläuft sich auf stramme 529 Nm, was zusammen mit dem Lineloc-Feature in den TrackApps jegliche Rauchverbote der Lächerlichkeit preisgibt. Flott haben sich die Reifen warmgequalmt, und genauso flott galoppiert das Ford Coupé los: Den selbstbewussten Fuß auf dem Gas quittiert das Pony Car mit 4,6 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100. Sehr anzuraten ist hierbei die TrackApp „Drag Strip“ für optimale Traktion. Das Spitzentempo von 250 km/h blieb wir auf den Landstraßen verständlicherweise ungeprüft, Grund zum Zweifel gab es sowieso nicht.

Im Ford Sportwagen kommt Heiterkeit auf

Als ganz großes Kino auf dem Weg der digitalen Tachonadel entpuppte sich das Getriebe vom Ford Sportwagen: Die Sechsgang-Handschaltung ist sauber geführt und mit gewissem Nachdruck wunderbar zu bedienen. Als Hommage an den Film findet auch hier ein Schaltknauf im Billardkugel-Look auf extrakurzem Hebel Verwendung. In Sachen Sound war beim Ford Mustang Bullitt Test nichts zu kritisieren, speziell im Sport+ Modus grollte die Klappenabgasanlage hart und trocken. Großartig. Steve hätte es bestimmt gefallen, die Bremsen erst recht: Knackige Verzögerung stellten die Sechskolben-Brembo-Anlage in jeder Lage sicher.

Das Ford Coupé fuhr sich großartig

Mit dem aktuellen Fahrwerk wären die Chargerbesatzung nie wo weit gekommen – wir hatten beim Ford Mustang Bullitt Test die aufpreispflichtigen MagneRide-Dämpfer an Bord. Die verändern mithilfe von Metallpartikeln im Öl beim Erzeugen eines Magnetfeldes dessen Viskosität und damit bei wechselnden Fahrbahnverhältnissen das Dämpfungsverhalten in Echtzeit. Zügig und ohne sonderliche Seitenneigung rauscht der Mustang Bullitt durch spreewäldische Kurven und punktet mit anständigem Geradeauslauf. Bei unvermittelten Vollgaseinlagen keilte das Heck nur marginal aus, und das dürfte den 255er Winterreifen anzulasten sein. Den Ford Händler verlässt die grüne Granate auf 19-Zoll-Sommerpneus der Dimension 255/40 und 275/40. Krönung: das straffe Handling des Sportwagens musste nicht mit Komforteinbußen erkauft werden.

Das Ford Coupé lässt nichts zu wünschen übrig

Der Mustang Bullitt Preis startet bei 52.500 Euro und umfasst eine umfangreiche Serienausstattung mit B&O Sound System, das mit einer Spitzenleistung von 1.000 Watt und zwölf High-Performance-Lautsprechern in Dauerkonkurrenz zum Auspuff steht, Adaptiver Geschwindigkeitsregelung sowie das zwölf Zoll große Digitalinstrument. Unser Exemplar kam dank Recaros, Magne-Ride und Alarmanlage zu 56.700 Euro. Das Fazit vom Ford Mustang Bullitt Test fällt denn auch so flott aus wie der Standardspurt: Großartig, das Spaß-Leistungsverhältnis könnte nicht besser sein. Und wer keinen der 500 Bullitts abbekommt, kann ja den Mustang GT dahingehend umbauen.

Bilder: ©Arild Eichbaum

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