Förderschulen – lernen und geistige Entwicklung

Laut Angaben der taz gab es im Jahr 2007 rund 430.000 Schüler an deutschen Förderschulen. Das sind etwa 4,5 Prozent aller Schüler in Deutschland.

Förderschulen, die nicht ausreichend fördern und teuer sind

Je nach Behinderung gibt es verschiedene Arten von Förderschulen bzw. Förderschwerpunkte:

•    Schulen für Blinde und Sehbehinderte
•    Schulen für Hörgeschädigte
•    Schulen für geistig Behinderte
•    Schulen für Körperbehinderte
•    Schulen zur Lernförderung
•    Sprachheilschulen
•    Schulen für Erziehungshilfe
•    Klinik- und Krankenhausschulen
•    Schulen für Hochbegabte

Schulabschlüsse können an den Förderschulen wie an allgemeinen Schulen

Die Sonderschulen kosten den Bundesländern jährlich 2,6 Millionen Euro und bieten dennoch keine wirkliche Erfolgsquote und Perspektiven für lernbehinderte Kinder. Nur wenige Förderschüler schaffen es in eine allgemeine Schule und etwa 77 Prozent bleiben ohne Hauptschulabschluss.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland deutlich hinterher, wenn es um die Integration von Kindern mit Förderbedarf in den Unterricht an allgemeinen Schulen geht. Während das in Skandinavien, Italien und Spanien längst die Regel seien es in Deutschland bisher lediglich 15 Prozent, obwohl in Studien nachgewiesen wurde, dass lernbehinderte Kinder, die gemeinsam mit Kindern ohne Lernbehinderung lernen und leben deutlich bessere Lern- und Entwicklungsfortschritte machen, als Kinder in Förderschulen.

Sonderschulen für lernbehinderte Kinder ade, dank UN-Behindertenkonvention

Laut der UN-Behindertenkonvention sollen in Zukunft auch Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf stärker am Unterricht von Regelschulen unterrichtet werden. Die UN-Behindertenkonvention wurde auch von Deutschland unterschrieben und unterstützt somit die Forderung nach einem „inklusiven Bildungssystem“.

Der Beschluss ist zwar ein Lichtblick in der Bildungswüste Deutschland, aber der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist auch in diesem Fall wirksam und ihn zu verringern, wird einige Zeit in Anspruch nehmen, leider auf Kosten unserer Kinder.

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