Fahrkarte

Direkt neben mir bleibt sie stehen. Ich weiß, was sie will: meine Fahrkarte. Aber warum sagt sie nichts? Ich starre auf meinen Bildschirm und klicke ein paar Schriftarten durch. Immer noch nix. Dann räuspert sie sich. "Ach so" denke ich, "Frosch im Hals". Doch nein, das erwartete "Ihre Fahrkarte bitte" bleibt weiterhin unausgesprochen. Die Situation amüsiert mich, denn vermutlich wartet sie darauf, dass ich aufblicke, um mich dann nach der Karte zu fragen. Aber ich blicke nicht auf. Ich bin "beschäftigt".
Sie räuspert sich erneut. Ich merke, dass meine Nase läuft und krame ein Taschentuch heraus, um sie zu putzen. Ich schneuze mich lautstark. Ausgerechnet in diesem Moment fragt sie scharf "Darf ich jetzt endlich Ihre Fahrkarte sehen?" Darauf habe ich gewartet. Ich zücke mein Portemonnaie, ziehe eine Visitenkarte heraus und sage: "Die hier geben Sie bitte Ihrem Chef. Ich gebe Seminare zum Thema 'Richtiges Benehmen im Geschäftsverkehr'. Er schickt Sie zu mir, zahlt mir 250 Euro und ich bringe Ihnen dann bei, wie man richtig nach der Fahrkarte fragt". Ihre Schrecksekunde ausnutzend, reiche ich die Fahrkarte nach und zwinkere ihr zu. Vielleicht hat sie verstanden…

Foto (CC) 2006 KarlMoor

6 Meinungen

  1. Amen. Amen haben Sie noch vergessen unter Ihrer überirdischen Predigt. Wie können Sie nur zuerst eine Überschrift hinschreiben, die nach der christlichen PRAXIS fragt und als Antwort dafür, was „das Leben im Alltag“ bestimmt, nichts anderes bieten als heiße Luft. Ja, träumen Sie weiter, hoffen Sie weiter auf eine menschenfreundliche Welt allein durch Gottes Liebe. (War da jemals so eine Welt und wie lange braucht Gott denn noch bis zur Erfüllung Ihrer Hoffnung? Es pressiert schön langsam.) Aber machen Sie nur Ihre Augen zu, dann sieht sie keiner. Und wenn Sie sie wieder aufmachen, müssen Sie erstaunt feststellen, dass Ihre Schäfchen inzwischen in Scharen davongerannt sind. Und nicht wegen der Kirchensteuer! Genau so ein illusorisches, salbungsvolles und total inkonkretes, weltfremdes Reden treibt die Menschen erst aus den Kirchen. Sie merken, da stimmt etwas gewaltig nicht zwischen Theorie und Praxis. Immer werden die Menschen vertröstet auf eine spätere Gerechtigkeit, werden zum Aushalten aufgefordert, zum Hinnehmen ihres Leides und mit einer Hoffnung vollgepumpt, die sich im Leben nicht erfüllt und auch danach nicht, oder kann das irgendeiner beweisen? Nein, nur glauben. Man soll sich allein auf Gott verlassen und seine Liebe, die er ausnahmslos „allen“ Menschen zuteil werden lässt. Wo denn, wie denn? Nennen Sie dafür konkrete Beispiele zum Anfassen, wo und wie alle Menschen auf der Erde seine Liebe erfahren? Und genau daran hakt es aber: Man muss es sich einbilden, Gott würde einen lieben. Wer sich etwas ein-bildet (treffendes Wort), kann sich vieles vorstellen, kann alles Mögliche spüren. Das nennt man Autosuggestion bzw. Suggestion durch Kirchenvertreter. Das Leben aber ist der krasse Gegensatz. Jeden Tag aufs Neue spüren und wissen die Menschen, dass sie darauf angewiesen sind, es alleine durch sich selbst und mit anderen Menschen zusammen zu meistern. Die Psychologie kann bestätigen, dass es nur so wimmelt von diversen Einbildungen und Vorstellungen. Es gilt aber nicht als hilfreich, an Einbildungen und falschen Hoffnungen zu hängen, die sich nicht erfüllen, und man hilft den Menschen mehr, wenn man sie lehrt, mit den Tatsachen zurecht zu kommen und selbst entsprechend zu handeln. Das ist Praxis! Drei ethische Begriffe allein helfen da gar nichts. Es genügt nicht, etwas zu glauben oder etwas zu hoffen und von bloßen Vermutungen zu zehren. Denn DAS heißt für mich, nur auf Sand zu bauen. Zum Donner noch mal! Hier muss konkret und praktisch zugepackt werden, denn Gott greift nicht ein, er tut nichts, er hilft nicht. Die Menschen müssen das tun, auch mit finanziellen Mitteln natürlich, denn hier auf der Erde geht nichts mehr ohne Geld. 20 bis 30 Millionen Euro, welche die vom Steuerzahler getragenen Bistümer für den Besuch eines einzelnen winkenden Menschen rausgehauen haben, stehen im schmerzlichen Gegensatz zu den frommen Gebeten: „Herr, speise die Hungernden.“ Was hätte man damit alles machen können!! Ja, gibt es denn eine sichtbarere Heuchelei, Arroganz, Verarsche und Unglaubwürdigkeit?? Der Vatikan könnte konkret die Hungernden speisen, locker. Den Vatikan gibt es nämlich. Gott aber kann niemanden speisen, Gott kann nicht Krankheiten heilen, da kann man so viel bitten, wie man will, sondern der Mensch bemüht sich, dies mit Impfungen, praktischer Medizin und konkreter Anwendung von Hilfs- und Schutzmaßnahmen zu tun. Und wenn ein Papst öffentlich moniert, dass manche seiner Priester mehr für soziale Hilfe tun und sich engagieren für direkte Abhilfe bestehender Miss-Stände, als für Miss-Ionierung, Kircheneintritte und Verbreitung des Glaubens, dann stimmt da tatsächlich gewaltig etwas nicht…und erstrecht nicht, wenn afrikanische Frauen wegen des Kondomverbotes reihenweise von AIDS angesteckt werden und als die „Märtyrerinnen des 21.Jahrhunderts“ herhalten müssen. [Danke Papst.] Konkrete praktische Hilfe auf Erden zu leisten macht mich persönlich zumindest wesentlich glücklicher als irgendein überirdisches Gerede. Mannomann, mir langt’s jetzt von der Luftnummer der sogenannten „christlichen“ Praxis.

  2. Der Papst versucht, den Vernunftbegriff zu erweitern, weil er bemerkt hat, daß dieser Vernunftbegriff für die Theologie ein großes Problem darstellt. Luther jedenfalls sagte, den Verstand müsse man schlachten. Er sei ein Diener des Glaubens. Er sei die höchste aller Gaben des Menschen. Aber das menschliche Denken behindert zunächst den Glauben, weil sich der Mensch die Wirklichkeit des verborgenen Gottes schlichtweg nicht vorstellen kann. Man kann mit dem gesunden Menschenverstand zwar die Bibel lesen und verstehen, aber daß es Gott gibt und Christus von den Toten auferstanden ist, geht trotzdem über jedes Verstehen hinaus. Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden denkenden Menschen. Es ist eine Torheit.Und die Praxis des Glaubens hat sich daran auszurichten, den Menschen diese Torheit mitzuteilen. Mit der Vernunft ist da rein gar nichts auszurichten. Wenn die Menschen nicht Gottes Wort hören wollen und sich nicht darauf einlassen, kann man noch so viel räsonieren und vernünfteln. Man dreht sich doch nur im Kreis. Wie formuliert es doch Robert Gernhardt?Im Kreis kreisenWir ziehen enge Kreisemit ziemlich kurzem Schritte.Das Kreisen nennt man Leben.Doch wie nennt sich die Mitte?Es stehn um diese Kreisefortlaufend enge Wände.Die Wände nennt man Schicksal.Doch wo ist deren Ende?Es hat der Kreis kein Ende.Wie anders unser Kreisen.Da geht ein Riß durchs Leben.Doch was will der beweisen?Also: Die ganze Geometrie hilft nichts. Man muß den Kreis durchbrechen.

  3. Genau was ist christliche Praxis…..?Für Kriegseinsätze zu stimmen…..?10 Millionen Armen und Arbeitslosen in DEUTSCHLAND den segen zu erteilen…?sich von einem 80jährigen vorbeten zu lassen wie man zu leben hat…? obwohl die ganze Welt nur junges Fleisch haben möchte….eine Politk zu unterstüzen die Sozial genannt wird und alles andere ist….?In ADIS gefärdeten Ländern Kondome verbieten pbwohl man weiss das Sie gleich wieder sterben müssen wenn Sie da sind…damit Unterstützt die christliche Praxis die profitsucht der Pharmakonzerne..Was soll hier Christlich…Islamisch oder sonst was sein…?E nomine padre, im Spiritus und Sack drüber…..

  4. Eine Leserbriefschreiberin meinte in einem Beitrag der F.A.Z. vom 4. November in Bezug auf die katholischen Kirche: „Die Normen setzt weder ein Mensch, noch eine Mehrheit in einer Gemeinschaft, sondern allein das Evangelium und damit der Herr selbst: Jesus Christus.“ Diese Aussage ist im Prinzip zwar richtig, aber die Frage ist doch, inwieweit die Kirche sich selbst auf diese Grundlagen bezieht und auf dem Boden dieser ethischen Normen steht.In den Dokumenten „Nostra aetate“ und „Lumen gentium“ des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) wird unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass der Gott der Christenheit identisch ist mit Allah, eine Aussage, die ihre bild- und symbolhafte Bestätigung im Abküssen einer grünen Prachtausgabe des Korans durch Johannes Paul II. („L`Orient et le jour“ vom 14.05.1999) gefunden hat. Damit und mit der Fortführung dieser Denkrichtung durch Benedikt XVI. entfernt sich die katholische Kirche erschreckend weit vom wahren Glauben. Es ist Verrat an den „Normen“, die Christus setzt, wenn man bedenkt, dass einerseits in diesem Koran an über zweihundert Stellen zur Verachtung, zum Kampf und zum Töten der Ungläubigen, zu denen auch die Christen zählen (5/17 und 5/72 in der Übersetzung von Max Henning), aufgerufen wird, und andererseits der Islam sich von Anfang an als die dem Christentum überlegene und für die gesamte Menschheit bestimmte Religion verstanden hat. Hier lässt der Koran keine Zweifel offen: „Er (Allah) ist es, der entsandt hat Seinen Gesandten mit der Leitung und der Religion der Wahrheit, um sie sichtbar zu machen über jede andere Religion, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist“ (9/33 in der Übersetzung von Max Henning). Diese Dominanz wird auch heute noch angestrebt und wenn nötig mit Gewalt durchgesetzt. Sie erfolgt und wird auch in Zukunft nach dem geschichtlichen Urbild der Islamisierung erfolgen: wenn die Kirche sich dem Islam angeglichen hat und dieser unter dem gewährten Schutz erstarkt ist, erfolgt die „hidjra“, der Durchbruch zur islamischen Dominanz, nach altbewährtem Muster des „Medina-Modells“. Die Aussage des II. Vatikanischen Konzils ist also ein fataler Irrtum und verheerend in den Auswirkungen für die Zukunft der gesamten Christenheit. Sie trägt den Keim für den Untergang der Kirche, die sich blind zum Steigbügelhalter für die Machtentfaltung des Islam macht, in sich. Diese Haltung der Kirche ist schon deswegen so erstaunlich und absurd, weil der Islam selbst keineswegs den christlichen dreieinigen Gott mit Allah gleichsetzt. „Allah hat keinen Sohn!“ ist eine Kernaussage des Islam, die implizit im Glaubensbekenntnis enthalten ist und im Gebet der Gläubigen fünfmal am Tag ausgesprochen wird. Allah ist erzürnt und verzeiht es nicht, wenn man ihm einen Sohn andichtet: „Siehe, wer Allah Götter an die Seite stellt, dem hat Allah das Paradies verwehrt, und seine Behausung ist das Feuer … Wahrlich, ungläubig sind, die da sprechen: Siehe, Allah ist ein dritter von drei.“ ((5/72-73 in der Übersetzung von Max Henning). Es ist durchaus schockierend für einen Katholiken und überhaupt für jeden Christen, von den Muslimen erfahren zu müssen, dass es Allah ist, der seinen Gläubigen das Lügen und Morden lehrt und es ihnen anbefiehlt, und es ist genauso schockierend für ihn, von seiner eigenen Kirche erfahren zu müssen, dass er zu demselben Gott betet, wo er doch, bisher wenigstens, der Meinung war, dass Gott die „Liebe“ ist und sich im Wesen Jesu offenbart hat. Wie kann sein eigener Gott, zu dem er betet und an den er glaubt, im Koran offenbaren, dass er, nur weil er Christ ist, zu den Ungläubigen gerechnet und nach Sure 8/37 verdammt wird: „Und die Ungläubigen, zu Dschahannam (Hölle) sollen sie versammelt werden“. Ist das der liebende Gott, zu dem der Christenmensch sein „Vater unser…“ betet?

  5. dazu sage ich nur “ „klar was ich meine, wa;)mfg

  6. —250,— (i.W. : Ziemlich viel ) Euro! Und dieses nur um die Fähigkeit zu vermitteln nach einem dummen, kleinen Fahrausweis zu fragen? Wenn ich daran den Wert der komunikativen Fähigkeiten einer Fachfleischverkäuferin hochrechne wage ich zu bezweifeln das in diesem unserem Lande überhaupt genug Schweine gäbe um ein solches Wissen käuflich zu erwerben.Kein Wunder das der Service wüstet, bei den Preisen..

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