Endora SC-1: Deutscher Sportwagen im Retro-Look

Dass der Endora SC-1 ein deutscher Sportwagen ist, mag man so kaum glauben, denn Kenner sehen auf den ersten Blick, dass die Fahrgastzelle der Chevrolet Corvette C6 entstammt. Und wenn schon das Greenhouse amerikanischen Ursprungs ist, kann man ja auch gleich noch die zugehörige Technik übernehmen.

Und die kommt nicht nur vergleichsweise preisgünstig, sondern auch mit Muskelschmalz im Überfluss – der Basis-Benziner, ein 6.2-l-V8, leistet bereits 437 PS und 575 Nm Drehmoment. Zwotens gibt es den 7.0-l-Small Block aus der Corvette Z06 mit 512 PS und 637 Nm. Zu guter Letzt ist auch der Kompressor V8 aus der Corvette ZR1 zu bekommen, der satte 647 PS und 819 Nm über ein Transaxle-Schaltgetriebe an die Hinterachse schickt. Für den kleinsten Motor gibt's alternativ auch eine Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad

Behutsamer Retro-Look des SC-1

Im Endora SC-1 sind stilistische Kniffe zahlreicher Concept Cars der fünfziger, sechziger und frühen siebziger Jahre zu erkennen. Sie wurden modern und zeitgemäß interpretiert, sodass der Bolide keinen zu aufdringlichen Retro-Look erhält.

Kaum ein anderer deutscher Sportwagen – Endora Cars hat seinen Firmensitz in Karlshuld – punktet durch eine so spitz zulaufende Front mit integrierten Xenon-Scheinwerfern, einer langen Motorhaube mitsamt schwarz abgesetztem Innenteil, eine ansteigende Gürtellinie mit flottem Hüftschwung in Höhe der Türen und ein fließend auslaufendes Heck mit extrem flach liegender Scheibe. Letzteres erinnert an den wunderbaren Iso Grifo, der seinerzeit die hauptsächlich deutsche Kundschaft ebenfalls mit bollernden Corvette-Motoren erfreute. Die lange Haube wiederum dürfte so manchen an den aktuellen Mercedes SLS AMG erinnern.

Der neue Endora SC-1 von vorn ©Endora-Cars

Endora  SC-1 greift Optik amerikanischer und europäischer Sportwagen auf

Das Heck des Endora SC-1 prägen zwei runde LED Rücklichter, die eine dunkel abgesetzte Heckblende akzentuiert. Unterhalb der Stoßstange dominiert ein ebenfalls dunkel gehaltener Diffusor die Optik; er nimmt die Rückfahr-Scheinwerfer und die Nebelschlussleuchten auf.

Der an der Seite des SC-1 farblich abgesetzte Karosseriebereich huldigt der ersten Corvette-Reihe der fünfziger Jahre. Der großzügig ausgelegte Frontspoiler ist nicht nur für zusätzlichen optischen Tiefgang gut, sondern erhöht auch den Anpressdruck auf die Vorderachse. Kommen alle diese Details zusammen, ergibt sich für das Fahrzeug so eine harmonisch gestaltete, schier atemberaubende Einheit. Dies kommt umso mehr zum Tragen, hält man sich den völlig nach hinten losgegangenen Versuch des Unternehmens SV Motorcompany vor Augen, der GM-Ikone ein neues Kleid zu verpassen.

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