Elliott Erwitt – Fotopioniere des 20. Jahrhunderts Teil 7

Screenshot eines Fotos von Erwitt

Sein berühmtestes Bild ist vielleicht das Streitgespräch zwischen Richard Nixon und Nikita Chruschtschow in Moskau 1959, aber ebenso viele lieben seine oftmals ironischen und skurrilen Hundeporträts: Der Magnum-Fotograf Elliott Erwitt ist eine lebende Legende.




Eine Kindheit in Europa

Als Kind jüdisch-russischer Emigranten in 1928 in Paris geboren, wuchs Erwitt zunächst in Mailand auf, bevor seine Eltern 1939 in die USA emigrierten. In  Hollywood lebend, erwuchs bei ihm das Interesse an der Fotografie, was zu einem Foto- und Filmstudium am Los Angeles City College führte. Es folgten Ende der Vierzigerjahre Reisen nach Italien und Frankreich, wo er bereits eine Rolleiflex-Kamera mit im Gepäck hatte. Danach diente er als Fotoassistent bei der US Army in Frankreich und Deutschland, bevor Erwitt in New York berühmte zeitgenössische Fotografen wie Robert Capa und Edward Steichen kennenlernte. Es folgten erste Aufträge, unter anderem für die Standard Oil Company und für ein Fotoprojekt, das die Dokumentation der Stadt Pittsburgh zum Thema hatte.

Präsident von Magnum Photos

Sein Durchbruch als kommerzieller, freier Bildjournalist begann 1953, als Elliott Erwitt der legendären Bildagentur Magnum beitrat. In den folgenden Jahren begründete er seinen Ruf mit zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften wie „Life“, „Look“ oder „Collier’s“. Seine langjährige Mitgliedschaft bei Magnum wurde in den späten Sechzigern durch seine dreijährige Präsidentschaft gekrönt. In den Siebzigern wandte sich Erwitt dem Filmemachen zu und drehte zahlreiche Featurefilme, Dokus und Filmporträts, von denen eine Doku ausgezeichnet wurde. Neben seinen Freelance-Aufträgen veröffentlichte Elliott Erwitt auch zahlreiche Bücher.

Ironie und Menschlichkeit

Erwitt‘s Fotografie zeichnet sich durch einen menschlich-ironischen Blick auf seine Zeitgenossen aus.
Dabei ist er genauso wie der berühmte Fotograf Henri Cartier-Bresson ein Könner im Fixieren des „entscheidenden Augenblicks“. Ein Bild Cartier-Bressons war es auch, das Erwitts erstes Interesse am Medium Fotografie weckte.

Heute ist der mittlerweile weit über 80-jährige Erwitt immer noch gelegentlich aktiv – und mit Auszeichnungen für sein Lebenswerk überhäuft.

Foto: Screenshot der Seite www.magnumphotos.com

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.