Einen günstigen Couchbezug aus eigener Hand: Neu machen lohnt sich!

Einen Couchbezug selbst machen? Wenn der Stoff des Lieblingsmöbels an den Lehnen und den Sitzkuhlen langsam verschleißt und die Farbe verblasst oder das Outfit designtechnisch nicht mehr zeitgemäß ist – dann ist es an der Zeit für frischen Wind im Wohnzimmer. Ein neuer Couchbezug ist im Vergleich zu einer neuen Couch günstiger – aber Obacht! Wenn der neue Dress des alten Möbels mehr als ein Überwurf sein soll, gehört Geschick und etwas Know-how dazu.

Couchbezug selbst machen: Was wird benötigt?

  • Geeigneter Möbelbezugsstoff in ausreichender Menge und Größe
  • Passendes Garn in entsprechender Stärke
  • Eine Nähmaschine inklusive geeigneter Nadeln
  • Schnittmusterpapier, besser noch alte Bettlaken o.ä.
  • eine große, scharfe Stoffschere
  • einen elektrischen Tacker

 

Couchbezug selbst machen: So wirds gemacht!

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Falls Sie den Hersteller Ihrer Couch kennen, fragen Sie auf jeden Fall nach, ob es Schnittmusterbögen für den Bezug Ihres Modells gibt. Warum? Das Abnehmen eines Schnittmusters vom dreidimensionalen Modell ist eine Kunst für sich, die gelernt sein will. Sie sollten sicherstellen, welche Teile im Schnittmuster wie zusammenhängen, damit diese später auch zueinander passen und Sie diese dann separat nähen und dann anfügen können. Wenn Sie das Handwerk richtig lernen wollen, fragen Sie doch einfach einen des Nähens kundigen Freund oder Freundin und versuchen es gemeinsam. Fertigen Sie zunächst eine kleine Skizze an, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wie Sie vorgehen können, wenn Sie den Couchbezug selbst nähen.

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Der einfachste Weg, ein Schnittmuster zu erstellen, führt über jede Menge alter Bettlaken (keine Spannbettlaken) oder Bettbezüge. Anders als Schnittmusterpapier für Kleidung besitzt dieses Material in sich schon Stoffcharakter, kann einfach um Rundungen und Lehnen gelegt und, als einzelne Teile, probehalber zusammengeheftet werden. Bitte achten Sie auf die notwendigen Nahtzugaben! Sie können das fertige Schnittmuster lose zusammennähen, um den endgültigen Sitz zu überprüfen. Diesen können Sie dann, wieder aufgetrennt, als Couch-Schnittmusterbogen für den nächsten selbst angefertigten Bezug aufbewahren, damit Sie diesen nicht nochmal anfertigen müssen.

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Ob Sie es glauben oder nicht: Der letzte Schritt ist praktisch der einfachste. Dennoch sollten Sie ihn erst machen, wenn Sie sicher sind, dass das Schnittmuster richtig passt. Aber zuerst dürfen Sie natürlich den Stoff aussuchen. Wählen Sie einen ausgewiesenen Möbelbezugsstoff, denn nur diese sind strapazierfähig genug, um eine langfristige Benutzung gut zu überstehen. Achten Sie darauf, dass der Stoff nicht zu dick oder zu fest ist, sodass Ihre Nähmaschine und Sie damit zurechtkommen. Ob günstig oder teuer – das liegt ganz in Ihrem Ermessen. Je teurer der Stoff aber ist, desto vorsichtiger müssen Sie sein, wenn Sie den Stoff zuschneiden.

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Nun übertragen Sie das Schnittmuster auf den Stoff Ihrer Wahl. Zum Übertragen arbeiten Sie am besten mit Schnittmusterpapier. Fertigen und kennzeichnen Sie jedes Teil einzeln auf dem Papier und vergessen Sie keinesfalls die Nahtzugaben! Wenn das ganze Schnittmuster in Einzelteilen vorliegt, legen Sie es entsprechend auf den neuen Bezugsstoff (auf links, und achten Sie auf den Verlauf!), heften es an und schneiden aus. Den Rest macht die Nähmaschine. Sitzt alles, wie es soll? Dann können Sie den fertigen Bezug mit dem elektrischen Tacker unten am Couchrahmen festklammern – und stolz auf sich sein!

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