Ein virtuelles Laufwerk erstellen: So wird’s gemacht!

Bei den meisten handelsüblichen Computern ist lediglich ein DVD-Laufwerk vorhanden. Manchmal kann es jedoch sinnvoll sein, ein zweites oder gar drittes Laufwerk zu besitzen. Es gibt inzwischen einige Programme, die zuverlässig ein virtuelles Laufwerk erstellen und in ein System einbinden. Ohne großen Aufwand kann man auch mehr als ein virtuelles Laufwerk erstellen.

In Windows selbst kann man über die Systemsteuerung ebenfalls ein neues virtuelles Laufwerk erstellen. Jedoch ist dies nicht automatisch im System eingebunden. Dieses bedarf weiterer Schritte.
Der Vorteil des Windowslaufwerkes ist die wählbare Größe und die Möglichkeit der Datenspeicherung. Es arbeitet also als virtuelle Festplatte, von der sogar der Computer gebootet werden kann.

Möchte man jedoch ein virtuelles CD/DVD-Laufwerk anlegen, bieten sich Freeware-Programme an. Diese sind einfach zu bedienen und im System eingebunden.
Freeware sind beispielsweise:

Daemon Tools Lite

Virtual CloneDrive

Die Programme laufen in der Regel sehr stabil und Laufwerke lassen sich unkompliziert anlegen.

virtuelles Laufwerk erstellen: So wird's gemacht!

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Virtuelles Laufwerk in Windows

  1. Gehen Sie im Desktop von Windows 7 unten links auf Start dann auf–> Systemsteuerung –> Verwaltung –> und klicken Sie zweimal aufComputerverwaltung.
  1. In dem sich öffnenden Fenster klicken Sie auf Datenträgerverwaltung. Es werden nun alle installierten Laufwerke und Festplatten angezeigt.
  2. Gehen Sie oben links auf Aktion und klicken dann auf den Eintrag „Virtuelle Festplatte erstellen“. Nun öffnet sich der Einrichtungsassistent.
  3. Jetzt geben Sie den Pfad an, wo sich das virtuelle Laufwerk befinden soll, also zum Beispiel:
  1. c:usersusernamemeinevirtuellefestplatte.vhd
  2. (VHD (Virtual Hard Disk, Virtuelle-Festplattendatei) ist das Format, in dem die Festplatte von Windows angelegt wird.)
  3. Nun wird die Größe festgelegt (zum Beispiel 100 GB) und ob die Größe dynamisch oder fest sein soll. Wobei eine feste Größe zu empfehlen ist (Datensicherheit, Schnelligkeit).
  4. „Dynamisch erweiterbar“ bedeutet, die Festplattendatei wird erst dann größer, wenn Daten darauf gespeichert werden.
  5. Klicken Sie anschließend auf „OK“. Das Laufwerk wird angelegt, muss aber noch initialisiert werden. Markieren Sie das Laufwerk (oben in der Liste, nicht den breiten Balken unten) und gehen Sie auf Aktion –>  Alle Aufgaben –> Datenträgerinitialisierung.
  6. Ist dies erledigt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Festplatte und klicken „Formatieren“ an. Und schon ist das Laufwerk angelegt.
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DVD-Laufwerk anlegen

  1. Möchten Sie ein CD/DVD-Laufwerk anlegen, um zum Beispiel ISO-Dateien öffnen/erstellen zu können (dies kann sinnvoll sein, wenn man beispielsweise große Datenmengen – Kundenstammdaten oder Programme – sammeln und weiter geben möchten.
  2. Downloaden Sie sich eines der oben genannten Freeware-Programme und klicken Sie zweimal auf die Installationsdatei. Folgen Sie den Anweisungen; die Programme installieren sich selbständig und vergeben auch selbständig die Laufwerksbuchstaben.
  3. Diese virtuellen Laufwerke simulieren CD-/DVD-Laufwerke und könne auch wie diese benutzt werden. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Daten auch in digitaler Form vorliegen. Neben CD- und DVD-Kopien unterstützen die meisten Programm auch Images moderner Blu-rays, was jedoch einer Menge Speicherplatz auf der Festplatte bedarf.

Tipps und Hinweise

  • CDs, DVDs oder Blu-rays dürfen nur im Rahmen legaler Vervielfältigungen unter Berücksichtigung der momentanen Urheberrechtsgesetze kopiert und/oder weiter gegeben werden.
Schwierigkeitsgrad:  

Foto: Rainer Grothues (Fotolia)

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