Ein Hostel eröffnen: die ersten Schritte

Ein Hostel eröffnen und das in Deutschland erfordert zunächst einige Überlegungen. Unbedingt sollte man sich ein Businessplan erstellen. Außerdem braucht man einen geeigneten und vielversprechenden Standort. Man sollte sich überlegen wie viele Betten das Hostel haben soll und ob man ein tragfähiges Finanzierungskonzept aufstellen kann.

ein Hostel eröffnen: erste kleine Schritte!

1

Persönliche Eignung

Zunächst sollte man sich selber fragen, ob man geeignet ist ein Hostel eröffnen zu können. Gesundheitliche Fitness, Risikobereitschaft, Durchsetzungsvermögen und Entscheidungskraft sollten zu den persönlichen Grundeigenschaften gehören. Außerden braucht man weiterhin den unterstützenden Rückhalt der Familie, eine positive Ausstrahlung und man sollte belastbar sein.

2

Gründungsvorstellung

Um dem Alleinstellungsmerkmal zu genügen sollten Stärke- und Schwächeprofile der Wettbewerbsunternehmen bekannt sein. Dazu kann man auch Betriebsvergleichszahlen heranziehen. Zusätzlich ist ein nachfrageorientiertes Leistungsangebot von Vorteil.

3

Übernahme eines Betriebs

Will man ein Hostel eröffnen, indem man einen bereits bestehenden Betrieb übernimmt, sind die ersten Anlaufstellen Brauereinen, der Hotel- und Gaststättenverband oder die Industrie-und Handelskammer, eventuell auch ein freiberuflicher Unternehmensberater.

4

Finanzierungskosten

Um den finanziellen Rahmen zu ermitteln, ist es ratsam private Lebenshaltungskosten, Kaufpreis, Renovierungskosten, Neuinvestitionen, Kautionen, Gründungskosten, betriebliche Kosten und Kosten für Eröffnungswerbung einzubeziehen. Finanziert wird entweder durch Eigenmittel, einen Bankkredit, Kontokorrentkredit, öffentliche Finanzierungshilfen oder Finanzierungshilfen durch das Arbeitsamt. In jedem Fall sollte man sich jedoch vor Eröffnung um eine Zusage der jeweiligen Stelle kümmern.

5

Gewerbeanmeldung und Konzession

Beides, Gewerbeanmeldung sowie Konzession, sind bei der örtliche Kommune zu beantragen. Benötigt wird dazu ein Pass, Konzessionsantrag, polizeiliches Führungszeugnis, Pachtvertrag, aktuelles Gesundheitszeugnis, Zahlung der Konzessionsgebühr, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, Pachtvertrag, Grundbuchauszug, Lageplan, Grundrisszeichnung, Schnittzeichnung, Betriebsbeschreibung, Gewerbeanmeldung, aktueller Gewerbezentralregisterauszug und Gaststättenkontrolle.

6

Standort

Ein geeigneter Standort findet sich durch einen großen Einzugsbereich, eine günstige Verkehrslage, ausreichende Stellplätze, geeignete Werbeflächen und eine angemessene Raumanordnung. Vor allem aber müssen Toursiten die Stadt oder den Ort regelmäßig besuchen. Und das Hostels überwiegend von jungen Leuten mit wenig Geld aber viel Lust auf Party gebucht werden, bietet sich mindestens die direkte Nähe zu einer größeren Stadt an, eigentlich aber sollten Sie das Hostel in einer Stadt, in der einiges los ist, aufziehen.

7

Rechtliche Grundlagen

Niemand, der ein Hostel eröffnen will, kommt darum herum sich mit dem Beherbergungs-und Gastaufnahmevertrag, dem Bewirtungsvertrag und dem Gaststättengesetz auseinanderzusetzen. Hilfe zu diesen Themen finden Sie auf den Seiten der DEHOGA. Sie kümmert sich um Branchenpolitik, setzt  sich für die Interessen der Hotelerie und Gastronomie in Deutschland ein. Sie hat den unternehmerischen Erfolg als Ziel und hilft in den Bereichen Arbeits- und Tarifpolitik, Aus- und Weiterbildung, Recht und Steuern, Umweltschutz und Urheberrecht. Mit schnellen Informationen durch Newsletter hilft sie ihren Mitgliedern weiter.

Schwierigkeitsgrad:  
Werbung

3 Meinungen

  1. Hallo zusammen,

    wir (zwei Studentinnen) überlegen auch gerade, in Hamburg ein Hostel zu gründen. Wir suchen Menschen, die vielleicht schon Erfahrung in dem Bereich haben und würden uns gerne austauschen. Vor allem die Standortsuche/-findung bereitet uns Schwierigkeiten.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn sich jemand melden würde!

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*