Eigelsteintorburg und der Kölsche Boor in Köln

Ob Dom oder Hohenzollernbrücke: Köln ist reich an Sehenswürdigkeiten und an Wahrzeichen längst vergangener Zeiten. Auch die Eigelsteintorburg und mit ihr die Figur des Kölsche Boor inmitten der heutigen Stadtgrenzen, gehören zu den historisch bedeutenden Bauwerke der Rheinmetropole.

Die Eigelsteintorburg und Napoleon

Bereits aus dem zehnten Jahrhundert ist die Existenz einer ersten Stadtbefestigung von Köln überliefert. Mit den Jahrhunderten wurde diese stets erweitert und durch Pforten, Tore und Torburgen besser befestigt. Im Zuge der dritten Stadterweiterung von 1180 bis 1259 wurde dann schließlich die Eigelstein Torburg errichtet, die den nördlichen Zugang aus Richtung Neuss sichern sollte. Spätestens im Jahre 1804 erlangte die Eigelsteintorburg auf dem heutigen Ebertplatz besondere Prominenz: Im Zuge der Besatzung Kölns durch Frankreich, durchzog Kaiser Napoleon unter Glockengeläut und Fanfare triumphal in das Stadttor.

Der Kölsche Boor: Sehenswürdigkeit am Eigelstein

Als die Stadtmauer um 1890 in diesem Bereich abgerissen wurde, blieb das Eigelsteintor aber erhalten und wurde sogar restauriert. Aus dieser Zeit stammt auch die Skulptur des „Kölsche Boor“, des Kölner Bauerns, die stadteinwärts auf der Torburg angebracht ist. Der eingemeißelte Spruch „Halt fest, du Kölner Bauer, bleib beim Reich, es falle süß oder sauer“, soll die Verbundenheit Kölns mit dem Deutschen Reich versinnbildlichen. Heute befindet sich an der Eigelsteintorburg lediglich ein Replik des Kölsche Boor, das Original ist im Rathaus aufgestellt.

Nachdem die Eigelsteintorburg ihrer Aufgabe als Stadtbefestigung entledigt worden ist, befanden sich in ihren Mauern sowohl Gefängnisse als auch Ausstellungsräume. Heute befinden sich hier die Offene Jazz Haus Schule und Veranstaltungsräume.

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