Dipp oder Dip?

Als „Dip“ bezeichnet man eine Soße, die vornehmlich dazu gedacht ist, andere Lebensmittel einzutunken. Nachos, Chips, Mozzarella-Sticks oder auch Gurken und Mohrrüben eignen sich hervorragend dazu, auf diese Weise verfeinert zu werden. Warum aber nun schreibt man nicht „Dipp“? Der „Tipp“ wurde ja auch durch die neue deutsche Rechtschreibung mit einem weiteren p versehen.

Dip: Tunke für Fingerfood

Auch phonetisch könnte ein „Dipp“ im Deutschen durchaus dem „Dip“ vorgezogen werden. Immerhin spricht man den mittleren Vokal kurz aus und nicht langgezogen als „Diep“, wie man es durchaus vermuten könnte, wenn nur ein p am Ende des Wortes steht. Da das Wort aber vom englischen „to dip“, tunken, stammt und eben nicht wie der ehemalige „Tip“ komplett in die deutsche Sprache eingegangen ist, bleibt es bei der alten Schreibweise.

Anders verhält es sich zum Pendant in der Umgangssprache: „stippen“ bedeutet im Prinzip das Gleiche – und wurde schon immer mit Doppel-p geschrieben. Vielleicht denkt man bei diesem Schreibfehler auch an dieses heute eher ungebräuchliche Wort, dass sowohl inhaltlich als auch akustisch Ähnlichkeiten aufweist.

Richtige Schreibweise der Soße

Zu einer weiteren Verwirrung neben der geschriebenen Ähnlichkeit zu „stippen“ oder „Tipp“ kann es auch kommen, da es sich um ein Lehnwort aus dem englischen, genauer dem amerikanischen Sprachgebrauch handelt. Als solches bleibt aber eben nicht nur die Aussprache ihrem Ursprung gemäß bestehen, sondern eben auch die Art das Wort zu schreiben.

Interessant zu erwähnen ist natürlich auch, dass die Bedeutung des Wortes „Dip“ als „Soße“ ebensolche Rechtschreibschwierigkeiten hervorruft. Doch hierbei muss man sich nicht mehr an die französische „Sauce“ halten, sondern kann auch die eingedeutschte Fassung verwenden.

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