Die Zukunft der Online-Rollenspiele

Joystic gibt einen relativ ernüchternden Überblick über die kommenden Spiele in seinem Pre e3 MMO roundup. Ernüchternd deswegen, weil man nichts wirklich neues findet, im Gegenteil: Die Screenshots ähneln sich zum Teil sogar frappierend. Der Großteil der neuen Games werden World of Warcraft Klone. Allerdings sind auch ein paar interessante Lizenzen dabei, wie z.B. Star Trek und Stargate SG-1. Auch das ist natürlich nicht allzu innovativ, aber zumindest mal ein anderes Setting als Mittelerde light (A propos Mittelerde – auch Lord of the Rings online ist dabei).

Einer eher allgemeineren Frage geht Terra Nova nach. Im Artikel Whats next? sucht man zu ergründen, in welche Richtung sich Games und vor allem Online Games insgesamt entwickeln werden:

So, while WoW is the current six million pound gorilla (and thus necessary for understanding the current MMOG landscape, doing effective research, etc.), it  also represents the best (again, commercially) of what has been.  Even SL in its current incarnation as a centralized world depending completely on user-created content is now a known thing.  I’m more interested in the near-term uncertainties of what will be.

Wenn man beides gelesen hat dürfte man einen prima Überblick haben, wohin der Onlinezug grade unterwegs ist, sowohl was die konkreten Projekte angeht als auch die zukünftigen Ideen, denn joystics Liste bestätigt ja Terra Novas These, daß die MMOs momentan an einem Endpunkt angelangt sind, von dem aus man versuchen muss, ganz andere Ideen zu entwickeln, wenn man mit einem neuen Projekt auch einen kommerziellen Erfolg haben möchte.

8 Meinungen

  1. Eigentlich war von vornherein klar, dass auch bei den MMORPG’s irgendwann die spielerische Entwicklung den Bach runtergehen würde und die meisten Entwickler sich nur noch auf Grafik und „Turbosuperfeatures“ konzentrieren würden. Das der Spielspass dabei irgendwann auf der Strecke bleibt ist dabei eher Nebensache für die Entwickler. Hauptsache die Gewinne stimmen, und wenn es noch so kurzfristig ist. Ich selbst sehe z. B. WOW nicht wirklich als Vorbild-MMORPG an, welches sich andere Entwickler als Beispiel nehmen sollten. Klar gibt es gute Ideen in WOW, welche aber teilweise mehr als Oberflächlich umgesetzt wurden. Klar ist die Grafik toll, aber kein Content ab Maximalstufe außer immer wieder die selben Battlegrounds bzw. Duegons abklappern wiegt die Grafik auch nit auf. WOW war mir nach 4 Monaten spielen dermaßen langweilig geworden, dass ich meinen Account an den Nagel gehängt habe. Genau so wird es auch mit vielen anderen „neuen“ MMORPGs geschehen die sich in diese Richtung orientieren.

  2. Na ja, es gibt ja auch noch erfrischend andere Online Rollenspiele. Als ein Beispiel sei da das Kunstprojekt „The endless Forest“ ( http://tale-of-tales.com/TheEndlessForest/ ) genannt. Da man als Hirsch nicht reden kann, kann man in dem „Spiel“ zB. auch nicht chatten. Allerdings gibt es kein Ziel und auch keine Quests. Man ist halt ein Hirsch und Hirsche sind selten Helden. Die Probleme bei Film-MMORPG’s sehe ich darin, dass die Spieler wahrscheinlich den Anspruch haben, ihre Helden zu spielen und nicht nur irgendeinen aus dem Fußvolk. Bei Star Trek und Star Wars funktioniert das wohl noch, aber bei Pirates?Der wichtigste Faktor eines MMORPG’s ist wohl die Welt, und die muss einfach ständig ausgebaut werden, denke ich.

  3. Die Hirschsimulation hab ich auch schon mal gesehen, aber das ist natürlich ein absolutes Nischending. Die Frage ist ja, wohin die „kommerzielle“ Zug fährt. Die Filmlizenzen bieten zumindest eine Atmosphäre (sofern das Game ordentlich gemacht ist – Matrix Online zeigt ja, wie man auch das noch vermasseln kann), da muss man noch nichts wirklich neues bringen. Aber die neuen MMOs sehen mir spielerisch tatsächlich grade sehr gleich aus, das Prinzip ist immer das selbe, an dem anscheinend nur variiert wird.

  4. a) Naja: ‚Können Sie mir mal helfen?‘ ist ja nicht grade ne „Bitte“ ;)b) Hat ne Bekannte dann schoin ne Szene beobachtet, bei der das Kind dann („Danke“ der Hilfe) fliegend den Abgang aus dem Wagen machte…..

  5. Zum ersten Kommentar von Oliverg:Natürlich habe ich meine Hilfsanfrage tatsächlich ganz höflich: „Entschuldigung, würden sie bitte einmal helfen…“, formuliert – mache ich immer. Bringt aber offensichtlich nichts und muss in den Text meiner Ansicht nach nicht unbedingt rein, erübrigt sich auch im Hinblick auf das wenig befriedigende Endergebnis…

  6. Sehr schön geschrieben, dabei ist es ja wirklich so das rollenspiele im Internet eine immer größer werde rolle einnehmen wird. Sieht mal auch bei Konsolen Sprich PS3 Home. Hoffe nur das wir nicht bei alle nur noch in virturielle welten rum laufen. 😉

  7. Leider kommt das immer wieder vor – mit der Zivilcourage in der Gesellschaft ist so ne Sache

  8. Eigentlich ist es interessant, wie sich die Geschichte seit deinem Artikel aus dem Jahr 2006 entwickelt hat. Wenn man sich die aktuellen Kinofilme anschaut, z.B. Avatar oder Surrogates weiß man ja wo die Entwicklung mal hingehen wird. 😉

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