Die Wartburg – Greifbare Geschichte in Thüringen

Erstmals erwähnt wurde die Wartburg bereits im Jahre 1080. Ihre Gründung liegt sogar noch mehr als eine Dekade  vor diesem Datum. Glaubt man den Legenden, war der Erbauer und Begründer Graf Ludwig der Springer, der zum später sehr mächtigen Geschlecht der Ludowinger gehörte. Doch die architektonischen Grundlagen der Wartburg waren in den Anfängen noch lange nicht gelegt. Man kann sich sicherlich vorstellen, welchen Aufwand es im Mittelalter kostete, eine Burg auf einen Berg zu bauen.

Die Wartburg in der Geschichte

Das Hauptgebäude der Wartburg wurde im Jahr 1155 begonnen. In der Folgezeit sollte die Eisenacher Burg Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse werden. So soll hier der Legende nach im Jahre 1206 der Sängerkrieg stattgefunden haben. Im Jahre 1317 sorgt ein weiteres Ereignis mit weitaus schlimmeren Folgen dafür, dass erneut an der Wartburg gebaut werden musste: Der große Brand erforderte umfangreiche Neubauten. Ein weiteres geschichtlich äußerst interessantes Datum ist das Jahr 1521: Martin Luther verbachten der heutigen Lutherstube der Wartburg mehrere Monate in Schutzhaft und übersetzt das Neue Testament innerhalb von nur 2,5 Monaten.

Architektur der Wartburg in Eisenach

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Wartburg immer wieder neu entdeckt, umgebaut und restauriert. So offenbart sich dem Besucher heute ein Mix aus gotischen und romanischen Elementen. Außerdem finden auch auch Aspekte der Renaissance und des Historismus in der Thüringer Burg. In 400 Metern Höhe kann man den Ausblick vom Südturm aus dem 14. Jahrhundert genießen. Der Eingang der Wartburg führt direkt in die Vorburg. Von hier aus betritt man Margarethengang, Ritterhaus und die Vogtei, sowie den Elisabethgang, benannt nach der Heiligen Elisabeth, die hier einst lebte. Im Erdgeschoss finden sich der Rittersaal aus dem 12. Jahrhundert, der mittelalterliche Speisesaal, die Elisabethkemenate und schließlich der Aufgang zur Kapelle, die nach dem großen Brand installiert wurde.

Sehenswert sind außerdem auch die Elisabethgalerie mit romantischen Fresken, die das Leben und Wirken der Heiligen darstellen, der Sängersaal und der wunderschöne Festsaal, der noch heute für Konzerte genutzt wird und eine Nachahmung im Schloss Neuschwanstein gefunden hat.

Wartburg Hotel

Wer die Burg besichtigt, sollte unbedingt das Museum in die Tour einbeziehen. Eine Nacht auf dem Berg kann man übrigens auch verbringen. Das Wartburg Hotel lädt mit dem Charme eines Gasthofes aus längst vergangenen Zeiten seine Besucher ein. Dabei ist das Ambiente gar nicht angestaubt, wurde der Gasthof doch in der ersten Dekade des 20. Jahrhundert vom Architekten Bruno Ebhardt nach alten Mustern geplant und seit dem immer wieder auf moderne Standards gebracht. Das Nächtigen in 400 Metern Höhe hat aber seinen Preis: Ein Doppelzimmer kostet zwischen 219 und 315 Euro. Dafür bekommt man dann aber auch viel Platz und einmalige Aussichten

Öffnungszeiten der Wartburg

April bis Oktober:
Führungen: 8:30-17:00 Uhr
Schließung des Burgtores: 20:00 Uhr
November bis März:
Führungen: 9:00-15:30 Uhr
Schließung des Burgtores: 17:00 Uhr
Informationen zu den Preisen und viele interessante Details zur Burg und natürlich zum Aufstieg findet man hier.

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