Die Temporäre Kunsthalle Berlin

Warum die Temporäre Kunsthalle temporär ist wird spätestens dann deutlich, wenn man vor dem mit Planen umhüllten Leichtbau des Architekten Adolf Krischanitz steht: Das „Gebäude“ ist eigentlich nur ein – wenn nötig – mobiles System, und eben kein architektonische Objekt von Dauer.

Temporäre Kunsthalle zwischen Museumsinsel und Unter den Linden

Als zeitlich von Beginn an begrenztes Vorhaben ist die Temporäre Kunsthalle auf dem Schlossplatz in einer völlig gegensätzlichen, weil historischen, Kulisse positioniert und bildet ein deutliches Pendant zu den klassizistisch gehaltenen Bauten auf der Straße Unter den Linden.

Die Kunsthalle dient heute als sinnvoller Platzhalter für das hier geplante neue Stadtschloss und ist nicht nur von innen gesehen voll mit Kunst. Vielmehr lässt die Transparenz sich auch nach außen weiterleiten: Projektionen der aktuellen Werke an der Außenhülle der Kunsthalle vermitteln einen übergangslosen Wechsel zwischen Umwelt und Kunst.

Zum Ende des Bestehens soll, so das Ziel, die Kunsthalle an anderen Orten erneut aufgebaut werden. Sie ist damit nicht nur zeitlich, sondern auch geografisch als Museum ungebunden.

Eintritt, Öffnungszeiten und Infos zur Temporären Kunsthalle

Für Besucher zu erreichen ist die Temporäre Kunsthalle am besten über die öffentlichen Verkehrsmittel. Empfehlenswert ist die Nutzung der Buslinie 100 zwischen Alexanderplatz und Zoologischer Garten.

Alternativ kann man die U2 nutzen und am Hausvogteiplatz aussteigen. Von hier sind es dann noch einige Schritte durch die wunderschöne Berliner Mitte zu laufen.

Öffnungszeiten Temporäre Kunsthalle
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
Montags: 11 bis 21 Uhr

Der Eintritt ist frei, Gruppen werden gebeten, sich vorher unter (030) 20 45 36 50 oder kasse@kunsthalle-berlin.com anzumelden. Da die Halle barrierefrei ist, können auch Rollstuhlfahrer die Kunst an diesem Ort ohne Einschränkungen genießen.

Adresse:
Temporäre Kunsthalle Berlin
Schlossfreiheit 1, Schlossplatz
10178 Berlin
Webseite

Kostenlose Führungen:  Immer samstags und sonntags um 15 Uhr bis 16 Uhr.

Derzeit kann man (noch bis zum 24. Mai 2010) die Ausstellung „squatting. erinnern, vergessen, besetzen“ besichtigen. Außerdem hat bereits das Projekt „autoR“ von Carsten Nicolai begonnen, in dessen einzelnen Phasen die Kunsthalle durch Aufkleber von Außen gestaltet wird und einen Wandlungsprozess unterliegt. Die Aktion dauert bis in den August an. Als abschließendes Projekt wird „Fischgrätenmelkstand“ von John Bock von Juli bis August die Widersprüchlichkeit verschiedener künstlerischer Werke inszenieren.

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