Die Rose von Jericho: Anleitung, Bedeutung und Vermehrung

Die Rose von Jericho (Selaginella epydophylla) ist eine robuste Wüstenpflanze, die ursprünglich aus Jordanien stammt. Sie kommt Jahrhunderte ohne Wasser aus. Was sie zur heiligen Pflanze macht und ihr den Namen Auferstehungspflanze eingebracht hat: im trockenen Zustand ist sie zu einem braunen Knäuel zusammengeschrumpft. Gibt man ihr Wasser, fächert sie sich binnen Stunden auf. Dieser Effekt ist bei richtiger Behandlung unendlich oft wiederholbar.

In Wahrheit ist die Pflanze aber längst tot. Die Kapillare saugen sich lediglich mit Wasser auf, so dass der Moosfarn sich völlig öffnet. Wenn die Rose von Jericho sich nach dem Trocknen nicht mehr schließt, dann ist sie endgültig tot. Wird sie beim Aufblühen grün, kann sie sogar noch Samen geben.

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Das Zusammenrollen ist ein Schutzmechanismus. In der Wüste vermehrt sie sich, indem der Wind sie aus dem Sand zieht und durch das Land weht. Auf ihren Wegen verliert sie ihre Samen.

Die echte Rose von Jericho ist nur auf Märkten in ihrer Heimatregion erhältlich. Es gibt auch eine falsche Rose, welche aus Nordamerika stammt und in Westernstreifen als Wüstenhund die Atmosphäre verdichtet.

Nicht aus jeder Rose von Jericho vom Weihnachtsmarkt können Sie das Maximale herausholen. Mit unserer Pflegeanleitung tun wir unser Bestes.

Rose von Jericho: Was wird benötigt

  • Rose von Jericho
  • Wasser
  • tiefer Teller
  • flacher Teller
  • Stecklingserde
  • Nährlösung
  • Seramis
  • Sand
 

Rose von Jericho: So wirds gemacht!

1

Pflanze öffnen

Halten Sie die Pflanze kurz unter einen Wasserstrahl.
2
Legen Sie sie in einen tiefen Teller mit Wasser. Es reicht, dass das Wasser die Wurzeln am Boden bedeckt.
3
Je nach Pflanzenart dauert es eine bis acht Stunden, bis die Pflanze sich völlig ausgebreitet hat.
4

Pflanze richtig trocknen lassen

Bis zu einer Woche kann die Pflanze im Wasser bleiben. Danach sollten Sie sie auf einen flachen Teller zum Austrocknen legen – sie wird sich wieder zusammenknüllen. Tun Sie das nicht, geht sie vor Überwässerung ein. Mindestens zwei Wochen trocknen lassen.
5

Wachstum

Jeden Tag können Sie ein bisschen frisches Wasser, mit einer Nährlösung versetzt, hinzugeben. Rose und Wurzeln können noch wachsen.
6

Stecklinge

Wenn die Rose grün wurde und sich kleine gelbe oder grüne Beutel abzeichnen – dann lebt die Pflanze noch, das grüne sind die Samen. Vermehrung durch Stecklinge ist wesentlich einfacher, aber nicht immer mit Erfolg gekrönt.
7
Schneiden Sie ein paar Stecklinge ab und topfen Sie sie ein. Zur genauen Zusammensetzung ist wenig bekannt. Es sollte nährstoffarme Erde sein, da die Rose eine Wüstenpflanze ist. Eine Mischung aus Sand, wenig Wasser, Seramis und Nährlösung könnte Erfolge bringen – keine Garantie. Die wenigsten der Rosen, die Sie auf dem Weihnachtsmarkt erhalten, taugen für mehr als eine „Auferstehung“.

Tipps und Hinweise

  • Eine bäuerliche Tradition ist es, die Rose von Generation zu Generation weiterzugeben.
  • Außerdem ließ man sie zu Weihnachten und Ostern aufblühen, um den Kindern den christlichen Mythos der Wiederauferstehung zu veranschaulichen.
  • Der Pflanze werden Heilkräfte zugeschrieben. Ihr Wasser soll Schmerzen heilen und ihr Duft soll gegen Schlaflosigkeit helfen.
  • Getrocknet ist die Pflanze ein Schutz gegen Kleidermotten. Einfach in den Kleiderschrank legen.
Schwierigkeitsgrad:  

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