Die coolsten Sprüche von Backpackern: hartgesottene, reiseerfahrenen Lebenskünstler berichten

Natürlich sind die meisten Menschen inzwischen gut in Form, was das Reisen betrifft. Alle haben viel Erfahrung und mitbekommen, dass Bananen nicht ganz unten in den Rucksack gelegt werden sollten, und dass „Reisen gefährlich ist für Vorurteile„.

Aber so ein paar Dinge kann man sich nicht oft genug bewusst machen. Um an Obelix zu erinnern: Es gibt da draußen einige, die spinnen!

Backpacker Sprüche: Die Top 10

1

Nimm nicht alles in den Mund!

Ja, das Thema ist inzwischen wirklich ausgelutscht. Aber überleg Dir, verdammt nochmal, wirklich gut, was Du in den Mund nimmst. Kein ungewaschenes Obst oder Gemüse und selbst da kritisch sein, nichts von dem Du nicht genau weißt, was es ist. Ganz vorsichtig mit Fleisch sein, keine Erdnüsse auf dem Marktplatz oder aus irgendwelchen Schüsseln. Und auch kein Wasser aus irgendwelchen Brunnen – generell, in warmen Ländern nicht in jedem Wasserloch rumpatschen – die Bakterienstämme der ganzen südlichen Hemisphäre könnten sich dort vereinigen. Lerne zu hungern und zu dursten! Alles andere wirst Du mehr bereuen!

2

Alles easy, be cool & glorify yourself!

Ist der Tod durch Nahrungsmittelvergiftung vorerst abgewendet, geht es darum den Ruf des Lebenskünstlers zu bewahren, d.h. egal, wie schlimm die Situation ist, der Backpacker bleibt cool, sieht alles easy, findet eine Lösung und wird später allen, die es hören oder auch nicht hören wollen, von den Beschwernissen und Katastrophen berichten und sich bewundern lassen. Die Bewunderung über die erlittenen Strapazen ist der einzige Lohn des Backpackers, der sollte auch eingestrichen werden.

3

Lass deine Wut nicht an deinen Freunden und Sachen aus!

Aber natürlich gibt es auch Situationen, in denen es keine Lösung gibt, in denen der Rucksackreisende nicht cool bleiben kann. Nun wird es jedoch vertrackt. Eigentlich wäre in so einem Augenblick ein Wutanfall das einzige richtige Verhalten – wie ein Löwe brüllen und sich so richtig austoben. Aber erfahrene Globetrotter wissen: Lass Deine Wutanfälle weder an Deinen Mitreisenden noch an Deinen Sachen aus. Es wird nicht besser, wenn das Portemonnaie beim Klamotten-durch-die-Gegend-treten verloren geht und der danach verletzte Mitreisende, der vielleicht einzige Mensch in einem Umkreis von 1.000 Meilen gewesen wäre, der Dir noch Geld geliehen hätte.

4

Fenster zu und Knöpfe runter!

Eine überdurchschnittlich große Lebensgefahr für Touristen und Backpacker sind Ampeln. Verwunderlich, da sie in unseren Breiten leben retten sollen, aber ist so. Es gibt viele Diebe, Räuber, Vergewaltiger, Kidnapper und Mörder, die, wenn das Auto an der Ampel hält, auf dem Beifahrersitz oder hinten einsteigen und den Insassen eine Waffe an den Kopf halten – dagegen hilft nur Fenster zu und Knöpfe runter während der Fahrt!

5

Nette und geldgierige Menschen

Die Grundregel lautet ganz einfach: Nette und unabhängige Menschen quatschen nicht wildfremde Leute auf der Straße an! Dies soll kein Plädoyer gegen das Quatschen auf der Straße sein, im Gegenteil, gerade im Lebenskünstler-Dasein ist es ein wichtiger Aspekt, aber es sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass in den meisten Fällen der „Anquatscher“ irgendetwas will. Je nach Gegend und persönlicher Situation sollten diese Fälle skeptisch betrachtet werden. Sinnvoll ist es, sich vorher ein paar Sprüche und Ausdrücke zurechtzulegen und sich vielleicht auch zu überlegen, ob ein Teil des Gepäcks schnell zurückgelassen werden kann, wenn ja, welcher?

6

Nie nur einen Einheimischen nach dem Weg fragen!

Frage niemals nur einen Einheimischen nach den Weg. Im Zweifelsfall hat Dein Gegenüber keine preußisch-autoritäre Erziehung genossen und weiß nicht, dass man verpflichtet ist, immer die Wahrheit zu sagen. In vielen Ländern ist es den Menschen extrem unangenehm, zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen. Sie empfinden es als höflicher irgendeine Antwort zu geben, d.h. sich eine auszudenken, als den anderen ohne Information zurückzulassen. Klingt komisch – ist aber so!

7

Ohrstöpsel nicht vergessen!

Klingt banal, erhöht die Lebensqualität aber grundsätzlich. Egal, ob man sich vor dem besoffenen Mitreisenden oder dem Muezzin schützen möchte.

8

Sitz deinen Kulturschock aus!

Irgendwann wirst Du nicht mehr denken, dass alle spinnen, dass alle um dich herum gemeingefährlich, geistig umnachtet und verschlagen sind. Wenn Du nur lange genug da bist und Dich auf alles einlässt, wirst Du anfangen, sie zu verstehen und eine neue Welt entdecken. Aber Vorsicht, bleib nicht zu lange dort. Irgendwann wirst Du anfangen zu denken, dass alle Deutschen, Deine Freunde und Deine Familie spinnen… .

9

Verfolge das politische Geschehen!

Klingt banal und nicht so spannend. In Deutschland werden viele wirtschaftliche und politische Ereignisse auch nur mit halbem Ohr verfolgt und im fernen Ausland kennt man noch nicht einmal die Gesichter zu den Namen. Aber gerade in politisch instabilen Ländern kann es ganz schnell zu Umstürzen kommen, bzw. es muss noch nicht einmal so schlimm sein, vielleicht erfährst Du auch plötzlich, dass ein Generalstreik für die nächste Woche angesetzt worden ist und dass alle Straßen gesperrt sind – so etwas kann von unbequem über teuer zu lebensgefährlich ausarten. Daher bleib aktiv und informiere Dich. Rede auch mit den Einheimischen über Politik und Wirtschaft, wie schätzen sie die Lage ein?

10

Warten!

Lerne, „warten“ positiv zu assoziieren. Betrachte es als Geschenk des Lebens, dass Du warten, rumsitzen und vor Dich hin träumen kannst. Löse Dich von der deutschen Mentalität – sie wird Dich sonst zur Verzweiflung treiben. Und zum Abschluss ein Backpacker Spruch von einer Toilettentür am Ende der Welt: „If you want breakfast in bed, sleep in the kitchen.“

2 Meinungen

  1. Das hört sich wirklich hart an, aber man muss vermutlich einiges aussitzen, wenn man sich irgendwo am Arsch der Welt durchschlagen will. Ich bewundere jeden Backpacker, der sich auf den Weg macht, ohne dass er oder sie weiß, wann man das nächste Mal duschen kann oder unverseuchtes Trinkwasser bekommt.

  2. München via Limousine

    Eine Punkt, den ich noch hinzugefügt hätte wäre der hier: Bleibe im Gespräch. Viele Tipps, welche Straße in Harlem beispielsweise eine „bad street“ ist (also wo die Straßengangs lauern) erhielt ich von Ortsansässigen, im konkreten Fall gar von einem Bettler. Natürlich ist immer Skepsis geboten, wenn einem Fremde etwas weis machen wollen. Aber niemand kennt mögliche Gefahren, aber auch tolle Sehenswürdigkeiten, wie sie NICHT im Reiseführer stehen besser als die Einheimischen. Mit etwas Menschenkenntnis hat man so einen unschätzbaren Pool wertvoller Informationen an der Hand. Einfach nur fragen.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.