Die besten Tennisspieler aller Zeiten im Porträt: Pete Sampras

Pete Sampras

Pete Sampras ist einer der besten Spieler, den der Tennissport je gesehen hat. Er gewann alle Grand-Slam-Turniere außer die French Open und beendete als bislang einziger Spieler sechs aufeinanderfolgende Jahre als Erster der Tennis-Weltrangliste. Nicht der einzige Rekord, den Sampras bis heute hält: Unter anderem gewann er 1990 als jüngster Spieler aller Zeiten die US Open. Auch dieses Kunststück hat ihm bis heute niemand nachgemacht.

Sampras Weg ins Profitennis

Entscheidenden Anteil an Sampras‘ Sprung ins Profitennis hatte der Kinderarzt Pete Fischer. Er nahm sich des neunjährigen Talentes an, nachdem Sampras kurz zuvor mit seiner Familie ins kalifornische Palos Verdes gezogen war. Er heuerte diverse Tennistrainer an und fungierte als Mentor: Zusammen mit seinem Schützling widmete er sich dem mentalen Aspekt des Spiels, was sich später auf dem Spielfeld auszahlen sollte, wo Sampras stets kontrolliert agieren und nur selten die Kontrolle verlieren würde. Schon bald stellte sich der Erfolg ein und der jugendliche Sampras entwickelte sich zu einem der besten Juniorenspieler.

Der Durchbruch: Sampras gewinnt die US Open

Nach seinem Wechsel bei den Profis trennte sich Sampras jedoch bald von Fischer und engagierte stattdessen Joe Brandi als Trainer, mit dem der Erfolg sich nun auch bei den Profis einstellen sollte. Er erreichte bei mehreren größeren Turnieren das Halbfinale und schaffte es 1990 in die Top 15 der Weltrangliste. Dann kamen die US Open: Dort bezwang der 19-jährige Sampras mit Ivan Lendl, John McEnroe und Andre Agassi drei absolute Topathleten und gewann als jüngster Spieler aller Zeiten das amerikanische Grand-Slam-Turnier. Im darauf folgenden Jahr ging Sampras bei Grand-Slam-Turnieren leer aus. Nach seinem Ausscheiden bei den US Open trennte sich Sampras von Brandi und ersetzte ihn durch Tim Gullikson. Am Ende des Jahres stand immerhin der Sieg bei der ATP-Weltmeisterschaft.

Der dominierende Spieler der neunziger Jahre

1993 sollte die große Zeit des Pete Sampras anbrechen. Er übernahm erstmals die Spitze der Weltrangliste und sicherte sich seinen zweiten Grand-Slam-Titel: Im Finale von Wimbledon bezwang er seinen Landsmann Jim Courier und gewann damit zum ersten Mal das renommierte Turnier, das er im weiteren Verlauf seiner Karriere noch sechs weitere Male für sich entscheiden würde. Einige Monate später holte Sampras außerdem zum zweiten Mal die US Open. Auch bei den Australian Open zu Beginn der nächsten Saison ging er als Sieger hervor und gewann damit als erster Spieler seit 25 Jahren drei aufeinanderfolgende Grand-Slam-Turniere. In Wimbledon verteidigte er dann erstmals einen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier. Bis zum Ende des Jahrzehnts dominierte Sampras das Herrentennis – mit einer Ausnahme: Die French Open konnte Sampras nie gewinnen, denn auf Sand fühlte er sich nicht annähernd so wohl wie auf Rasen oder Hartplatz. Insgesamt kann Sampras auf 14-Grand-Slam-Titel und 64 Turniersiege zurückblicken. Finanziell hat Sampras mehr als ausgesorgt: Im Laufe seiner Karriere erspielte Sampras über 43 Millionen Dollar Preisgeld.

Foto von James Phelps / USA [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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