Die Amaryllis: Pflegetipps für den Ritterstern

Ob schneeweiß oder Blutrot – Diese Pflanze erstrahlt jedes Jahr wieder zur Weihnachtszeit in voller Blütenpracht und ist wunderschön anzusehen! Der Pflanzenforscher Carl von Linné hat den südamerikanischen Ritterstern zu der Gattung der „Amaryllis“ zusammengefasst, was bis heute auch der gebräuchliche Name dieser Blume ist. Dieser Exot ist besonders zur Winterzeit ein ganz besonderes Highlight! Wenn Sie auch etwas gegen das  Grau in Grau tun wollen, dann pflanzen Sie doch einfach diese Stimmungsaufheller an. Anleitung und Pflegetipps gibt's hier!

So wird's gemacht!

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Die Gattungsfrage

Die subtropische Amaryllis zählt zu den Zwiebelblumen wie die Osterglocken oder die Tulpen. Botanisch korrekt bezeichnet man sie auch als Hippeastrum oder Ritterstern. Doch handelt es sich bei dem Ritterstern in deutschen Gefilden um eine Zimmerpflanze, da diese Pflanze sehr kälteempfindlich ist. Doch Vorsicht beim Hantieren mit dieser tropischen Pflanze, denn sie ist hochgiftig! Bereits 2-3 g können tödlich sein!!

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Die unterschiedlichen Wachstumsphasen:

Das Interessante an dieser subtropischen Pflanze ist, dass nicht nur einjährig ist, sondern mehrjährig, aber nicht jedes Jahr! Im Winter blüht die Blume und im Frühling bis zum Sommer folgt die Wachstumsphase. Im Herbst pausiert die Amaryllis noch einmal bis sie dann in etwa im Dezember zu blühen beginnt.

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Die Pflanzanleitung:

Natürlich können Sie auch aus einem Samen diese Blume heranziehen, doch ist es meist einfacher und auch nicht teuer, wenn Sie sich für eine vorgezogene Amaryllis-Zwiebel entscheiden. Zumeist kommen diese vorgezüchteten Blumen dann bereits im Wachstumsstadium mit etwas ausgetriebenem Grün und in einem Plastikübertopf. Dann ist es Ihre Aufgabe diese angehende Blume von den Fesseln dieses Plastikgefängnisses zu befreien und am besten in einen schönen Terrakotta-Topf umzutopfen und einen Untersetzter drunter zu stellen. Dabei ist wichtig, dass die Blume nicht darin versinkt. Damit die Pflanze richtig angehen kann, sollten Sie wissen, dass die Pflanze ohne viel Wasser und Erde auskommt! Sie müssen einfach ein wenig Blumenerde in den Topf geben und in der Mitte ein Loch für die Pflanze belassen. Nehmen Sie dann den Ritterstern und stecken Sie den bereits vorgebereiteten Übertopf mit Erde. Dabei müssen Sie aufpassen, dass höchstens die Hälfte der Zwiebel in der Erde steckt und sie anfangs nicht gegossen wird. Wenn Sie beginnt auszutreiben, dann sollten Sie die Zwiebelknolle anfangen zu gießen! Aber bitte mäßig. Ab der Blütenöffnung kann man zudem die tropische Blume auch wöchentlich düngen.

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Der Pflegeplan für's ganze Jahr:

  • Dezember-Januar: In der Blütezeit sollte der Hippeastrum an einem sonnigen Plätzchen zwischen 18-20 Grad mäßig gegossen werden.
  • Februar: Wenn die Blume dann abgeblüht ist, dann sollten Sie die verwelkten Blüten und Blätter abschneiden und einfach den Topf an einen dunklen und kühleren Ort stellen, damit die Pflanze ihre Ruhephase einläuten kann. Sehr selten bitte gießen!
  • März-April: Die Pflanze hat nun ihre Ruhephase hinter sich und beginnt neu auszutreiben. Das kann sie nur, wenn Sie sie ab jetzt häufiger Gießen und die Blume wieder ins Warme holen.
  • Mai-Juli: Jede Woche oder jede zweite sollten Sie die Pflanze auch mit Flüssigdünger düngen. Gut macht sich jetzt auch ein schöner halbschattiger Ort am Freien zum besseren Wachstum.
  • August: Die Pflanze welkt wieder? Keine Panik! Lassen Sie sie und stellen Sie komplett das Gießen ein. So überlistet man die Pflanze und die Ruhephase wird übergangen.
  • September-Oktober: Die getrockneten Blätter jetzt abschneiden und einfach die Pflanze in 15 Grad trockener Erde dunkel ruhen.
  • November: Jetzt müssen Sie die Zwiebelblume umpflanzen. Geben Sie sie in frische Erde (siehe Pflanzanleitung oben!) Brutzwiebeln bitte separat einpflanzen!
  • Dezember: Stellen Sie die Pflanze hell und zimmerwarm auf. Sobald der Stiel 10 cm groß ist, können Sie sie einmal pro Woche mäßig gießen.

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