Der Weg zum Finanzberater: Ausbildung und Qualifikationen

Finanzberater: das ist ein großes Feld unterschiedlilcher Aufgaben und Tätigkeiten

Das Aufgabengebiet des Finanzberaters besteht aus vielen Feldern: Finanzplanung ist ein wichtiger Baustein, aber ebenso die kompetente Beratung der Kunden und die Vermittlung der eigenen Produkte. Der Finanzberater ist also ein Fachmann sowohl für Zahlen als auch für Menschen, wie Nils Schnittger, Direktor Vertrieb bei Swiss Life Select, in einem aktuellen Interview betont: „Die Anforderungen der Kunden an ihre Berater steigen deutlich.“ Auf welche Ausbildungen und Qualifikationen kommt es an, wenn man als Fachberater für Finanzdienstleistungen tätig sein will?

Vor 2006: Kein Qualifikationsnachweis? Kein Problem!

Salopp formuliert, ging es bis 2006 im Finanzdienstleistungsgewerbe etwa so zu wie im Wilden Westen: Es gab keine einheitliche, verbindliche Ausbildungsregelung, und so konnte quasi jeder ein Gewerbe anmelden und als „Finanzberater“ auftreten. Natürlich dauerte es nicht lange, bis halbseidene  Zeitgenossen den Umstand, dass man dem Beruf auch ohne Qualifikationsnachweis nachgehen konnte, für sich entdeckten. Der Ruf der Branche ging folgerichtig in den Keller.
Bis die EU 2006 durchgriff und die Zulassungsbedingungen deutlich verschärfte. Nun gab es für alle eine verpflichtende Ausbildung zum Finanzberater – ob sie nun selbstständig auftreten wollten oder als Angestellter bei einem Finanzdienstleister. Die Ausbildung ist allerdings eher eine fundierte Weiterbildung: Der Interessent muss wirtschaftliche Kenntnisse sowie Erfahrung mit Finanzprodukten nachweisen.

Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer

Geeignete Grundlagen für die Weiterbildung können beispielsweise eine Ausbildung im Bank- beziehungsweise Versicherungswesen oder ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium sein. Die Weiterbildung per se erfolgt dann beim Finanzunternehmen oder wird per Fernstudium absolviert. Letztlich muss noch eine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer bestanden werden, um die Zulassung und den Titel „Fachberater für Finanzdienstleistungen“ zu erlangen.

Weiterführende Qualifikationen sind unerlässlich

Auf dem Finanzmarkt herrscht weiterhin starke Konkurrenz – daher ist es unerlässlich, sich laufend über neue Regelungen und Finanzprodukte zu informieren. Das gilt nicht nur im Fall der selbstständigen Finanzberater, auch entsprechende Firmen müssen die Weiterbildung der Mitarbeiter stets vorantreiben. Denn nur ein gleichbleibend hoher Beratungsstandard sorgt für eine Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit. „Fachberater für Finanzdienstleistungen“ und „Fachwirt für Finanzberatung“ sind nur einige Beispiele für mögliche Abschlüsse nach einer Weiterbildung.

Bildherkunft: Erwin Wodicka – Fotolia

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