Der Preis der Eitelkeit

Egal! Müssen sich die Vorstände gedacht haben. Jetzt benennen wir erst einmal unsere Fluglinien um. Hapagfly und HLX heißen künftig TUIfly. Corporate Identity durchsetzen. Zeigen, dass wir wer sind und was uns alles gehört. Spieglein, Spieglein an der Wand.

Dumm nur, dass die hochbezahlten Denker nicht bedacht hatten, dass sie ihre Fluglinien nur zum Teil selbst auslasten können. Sie brauchen die Flugbuchungen anderer Reiseveranstalter, wie alltours, ITS, Tjaereborg oder Jahr. Diese hatten bislang auch immer fleißig die Dienste der Hapagfly in Anspruch genommen. Allein alltours hatte für die Sommersaison 2007 bereits 200.000 Fluggastplätze bei Hapagfly gebucht.

Sehr verständlicherweise wollen die bisherigen Kunden aus dem Reiseveranstalter-Sektor allerdings ihre Gäste nicht in Flugzeuge unter dem Namen TUIfly einsteigen lassen. Knüppelhart kappen die Veranstalter gerade ihre vertraglichen Bindungen, was ihnen durch die Umbenennung wahrscheinlich sogar im Wege eines Sonderkündigungsrechts nicht einmal schwer fallen dürfte.

Ein schönes Beispiel für Günter Oggers Wortschöpfung "Nieten in Nadelstreifen".

(Foto: www.pixelquelle.de / Fotograf: Ralf)

2 Meinungen

  1. .Da bin ich anders informiert. .[Zitat 1]“Wir kappen unsere Verbindungen mit den Tui-Fluggesellschaften und ändern deshalb gerade unsere Flugpläne“, sagte Verhuven (GF von Alltours) der „Welt“[/Zitat 1].[Zitat 2: Manager Magazin]Alltours hat für die Sommersaison rund 200.000 Flugplätze bei Tui gebucht. Das Geschäft solle auf andere Flugpartner wie LTU, Condor und Air Berlin verteilt werden.[/Zitat 2].

  2. Alltours hat nach wie vor 200.000 Plätze bei Hapagfly gebucht, von einer Stornierung war bisher nirgends die Rede. Trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass hier die Eitelkeit über den Verstand triumphierte. Lesen Sie mehr im Tourismus-Weblog TOURpedo.

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