Der Deutsche Dom am Berliner Gendarmenmarkt

Erbauer des Deutscher Doms war Friedrich Grünberg, der die Pläne im Jahre 1701 bis 1708 umsetzen ließ. Da man unter einem Dom eigentlich nur einen kuppelförmigen Bau versteht, muss man – will man ganz genau sein – den restlichen Teil des Gebäudes gesondert betrachten, denn die Sehenswürdigkeit inmitten Berlins besteht nicht nur aus der charakteristischen Kuppel, sondern auch aus einem Kirchenschiff und einem beeindruckenden Portal, das sich direkt zum Berliner Gendarmenmarkt wendet.

Geschichte des Deutschen Doms

Bei Fertigstellung des Deutschen Doms im Jahre 1708 im Stile des Barock gab es hier noch nicht den Gendarmenmarkt. Das Gelände war vielmehr Teil des Schweizer Friedhofs. Zu Beginn existierten nur das Portal und der überkuppelte Altar samt Längsschiff. Der heute so beeindruckende und auch kunstgeschichtlich interessante Kuppelturm wurde erst später errichtet. Rahmen für den Umbau bildeten Pläne zur Neugestaltung des Areals die durch Carl von Gontard im Auftrage des Königs Friedrich II. durchgeführt wurden und auch den französischen Dom betrafen.

Im Zuge dieser Umgestaltung erhielten beiden bedeutenden Bauwerke, als zum Einen der Deutsche, zum anderen der Französische Dom symmetrische Kuppeltürme, die an der Gestaltung der römischen Piazza del Popolo orientiert waren und auch Einflüsse des zeitgleich im Bau befindlichen Pariser  Pantheon aufnahmen. Die heutige Kirche ist übrigens nicht mehr der Originalbau, sondern eine dritte Version im Stile des Neobarock: Die zweite Version der Kirche selbst wurde knapp 180 Jahre nach dem eigentlichen Bau errichtet und das ganze Gebäude musste dann von 1982 bis ins Jahr 1996 wieder aufgebaut werden, da es bereits im Jahre 1943 durch einen schweren Brand zerstört worden war.

Deutscher Dom: Eintritt, Ausstellungen, Infos

Besonders im Winter dient der Deutsche Dom tausenden Menschen als Fotomotiv, dann nämlich findet um die Weihnachtszeit herum der berühmte nostalgische Weihnachtsmarkt statt, den man unbedingt besucht haben sollte. Die Stimmung inmitten der historischen Bauten, die zudem angestrahlt werden, ist traumhaft. Darüber hinaus ist der Deutsche Dom natürlich auch im Rest des Jahres zu besuchen.

Seit 2002 findet man in dem Bau die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“. Diese Schau wurde im Auftrag des Deutschen Bundestages initiiert und war vorher über mehrere Jahrzehnte im Reichstagsbau selbst und später unter dem Namen „Fragen an die Deutsche Geschichte“ auch schon im Dom zu sehen.

Deutscher Dom
Gendarmenmarkt 1-2
10117 Berlin
Telefon: 030 22 73 04 31
Öffnungszeiten:
Nebensaison (Okt – Apr) von 10 – 18 Uhr
Hauptsaison (Mai – Sep) von 10 – 19 Uhr
Eintritt frei

Führungen: jeweils um 11, 13 und 16 Uhr
Haltestellen: Französische Straße, Hausvogteiplatz, Stadtmitte

4 Meinungen

  1. Berlin Reisender

    Besten Dank für den Artikel

    Einige Städte im alten Europa nennen einen Dom ihren Eigenen. Diese Gebäude sind absolut eindrücklich. Vor allem, wenn man sich versucht vorzustellen, mit welchen Mitteln diese Stätten gebaut werden mussten. Und ich meine da nicht nur der effektive Bau, sondern auch die ganze Planungsarbeit und Kommunikation die für ein solches Meisterwerk notwendig ist.

  2. Ralf | guenstigehotelsberlin.de

    Der Dom am Gandarmenmarkt ist auf jeden Fall ein MUST DO in Berlin…Wenn es geht, würde ich euch empfehlen nachts den Dom zu besichtigen, da er super angestrahlt ist!

  3. Klasse Foto, danke für Zeigen. Wir waren gestern dort unterwegs, aber unser Ziel waren nicht nur Fotos, sondern ein Plein Air Event für Aquarellmaler. Beste Grüße – FRank

  4. Der Erbauer des Deutschen Doms war nicht Friedrich Grünberg, sondern Martin Grünberg. Der Freidrich der hier gannnt wird ist der König Freidrich der den Bau veranlasste.

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