Der Abrufkredit: Vorteile und Antragstellung

Der Abrufkredit, auch Rahmenkredit genannt, funktioniert im Grunde nach einem ähnlichen Prinzip wie der Dispositionskredit. Dem Kreditnehmer wird vom Kreditgeber eine bestimmte Kreditlinie zur Verfügung gestellt.

Über diese Kredithöhe kann der Kreditnehmer dann frei verfügen. Ein Abrufkredit eignet sich vor allem für kurzfristige Investitionen oder bei kurzfristigen finanziellen Engpässen. Benötigt der Kreditnehmer Geld, wird ein beliebiger Betrag auf Abruf auf sein Konto überwiesen. Der Unterschied zum Dispo ist, dass der Abrufkredit sehr viel flexibler und oftmals auch günstiger ist als ein Dispokredit.

Abrufkredit beantragen: So wirds gemacht!

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Dispositions- und Abrufkredit im Vergleich

Dispositions- und Rahmenkredit funktionieren also nach einem ähnlichen Prinzip. Einen Dispo erhält man jedoch normalerweise auch ohne einen Antrag zu stellen. Dafür ist er auf zwei, maximal drei Monatsgehälter begrenzt.
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Wer hingegen höhere Beiträge erhalten möchte sollte einen Abrufkredit beantragen. Dieser bewegt sich in einem Bereich von etwa 5.000 bis zu 25.000 Euro und kann, anders als ein normaler Kredit, ohne eine fest vereinbarte monatliche Rate getilgt werden und das meist zu bedeutend günstigeren Konditionen als beim Dispokredit. Außerdem fallen beim Überziehen des Girokontos mehr Kosten an, als beim Kredit auf Abruf.
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Wie viel kostet der Abrufkredit?

Man kann eigentlich davon ausgehen, dass die Höhe der Zinsen für einen Abrufkredit deutlich niedriger sind, als bei einem Dispositionskredit. Die Höhe der Zinsen ist abhängig von der Höhe des Einkommens und der Höhe der Kreditsumme.
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Beim Rahmenkredit handelt es sich um einen variablen Zins, welchen Banken bei Marktveränderungen anheben bzw. anpassen können. Die günstigsten Abrufkredite kosten im Moment zwischen sechs und acht Prozent Zinsen jährlich, beim Dispositionskredit zahlt man hingegen rund 13 Prozent.
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Wo bekomme ich einen Abrufkredit?

Einen Abrufkredit beantragen können Sie bei örtlichen Banken oder Direktbanken. Kontoführung und Bereitstellung sind oftmals kostenlose Dienste. Bei einer Antragsstellung prüfen die Banken ihre Bonität, sollten daraus negative Schufaeinträge resultieren, wird Ihnen der Kredit nicht gewährt. Für Selbständige kann es oft schwieriger sein einen Abrufkredit zu erhalten.
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Ein flexibler Kredit

Die Tilgung wird bei einem Abrufkredit ganz individuell gehandhabt. Aus diesem Grund entfällt bei dieser Kreditvariante auch die Laufzeit. Sie richtet sich danach, wie lange der Kreditnehmer benötigt, den in Anspruch genommenen Betrag samt Zinsen und Zinseszinsen wieder auszugleichen.
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Sie müssen sich also nicht auf eine Rate festlegen. Der Kreditbetrag kann abhängig von Ihren aktuellen finanziellen Möglichkeiten beglichen oder, wenn nötig, auch aufgestockt werden. Außerdem kann der Kreditnehmer nach Belieben auf seinen vereinbarten Verfügungsrahmen zugreifen. Der Abrufkredit ist also durchaus als ein flexibler Kredit.
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Nachteile des Abrufkredits

Wenn Sie einen Abrufkredit beantragen besteht durch seine enorme Flexibilität die Gefahr, sich mehr Zeit mit der Rückzahlung zu lassen als eigentlich geplant war. Möglich ist auch, dass mehr Geld benötigt wird als ursprünglich vereinbart. Bei einer Antragsstellung muss man konsequent sein und sich einen klaren Rahmen stecken. Bei einem herkömmlichen Kredit wird dieser über die Laufzeit und die monatlichen Raten bestimmt. Ähnlich sollte man es mit seinem Abrufkredit auch halten, wenn man seine Kosten im Blick behalten möchte.

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