DDR Autos: Marken und Typen im Überblick

DDR Autos haben mittlerweile einen festen Liebhaberkreis und erfreuen sich auch durchaus regen Interesses seitens der Mitbürger, unabhängig der Herkunft. Doch vor allem die älteren und nicht auf deutschem Boden produzierten DDR Autos machen es ihren Besitzern oft nicht einfach, Ersatzteile aufzutreiben.

Die Technik von Trabant und Co. ist indes überschaubar; vieles lässt sich selbst richten. Karosseriebleche oder – noch schlimmer – Interieurstoffe und Zierleisten können zum Problem werden. Hier ist gute Clubarbeit gefragt, zudem leisten die einschlägigen Foren, Auktionshäuser und Kleinanzeigen-Portale im Internet oft gute Dienste.

DDR Autos: Lada, Trabant, Barkas und Co.

1

Sachsenring Trabant

Der Plastebomber, die Antwort auf Stahlmangel und den westdeutschen Lloyd Alexander. Der Trabbi war als P50 durchaus modisch und als 1964 vorgestellter 601 auch – dass diese Trabant-Modelle nach der Wendezeit kaum einer mehr haben wollte, war nach 26 Jahren ohne wirkliche Alternativen und Weiterentwicklung nur wenig verwunderlich.

2

Wartburg 353

Auch der Wartburg 353, untere Mittelklasse war zu seiner Einführung im Jahr 1965 mit seinem schnörkellosen und sachlichen Design voll auf Höhe der Zeit. Ganz im Gegensatz zu seinem stinkenden und knatternden Zweitakt-Motor übrigens, der die Briten aber nicht davon abhielt, bestimmte Versionen als Wartburg Knight auf die Insel zu importieren.

3

Sachsenring P240

Wer den Sachsenring P240 fuhr, gehörte in SED oder sonstigen Behörden den oberen Rängen an – Privatleute konnten sich den Sechszylinder der Oberklasse nicht leisten. Der P240 ist eines der wenigen DDR-Autos, das hätte auf dem Weltmarkt Erfolg haben können – es sah gut aus und war souverän motorisiert. Nur die Stückzahlen stimmten dazu leider nicht.

4

EMW 340

Der EMW war eigentlich ein BMW. Doch die Bayern untersagten dem ostdeutsche Werk in Eisenach die weitere Namensnutzung, sodass eben aus dem BMW 326 der EMW 340 entwickelt wurde. Am Emblem wurde jedoch gespart: Was bei BMW blau lackiert wurde, musste im Land des Realsozialismus – wie konnte es anders sein – fortan rot leuchten.

5

Barkas B1000

Der Barkas B1000 war das ostdeutsche Pendant zum VW T1 bzw. T2. Ähnlich wie der Wartburg, dessen Motor ihn außerdem antrieb, war der Barkas zu seinem „Markt“-Start optisch sehr modern geraten. Doch mit der Zeit symbolisierte er wie auch die anderen Fahrzeuge Stagnation, da das Politbüro Neuentwicklungen unterband.

6

Lada

Mit dem Lada war man wer: Ein richtiger Viertakt-Motor, Heckantrieb und eine moderne Karosserie ordentlicher Größe machten den Lizenzbau des Fiat 124 zum gehobenen Mittelklasse-Wagen. Mit ihm war des Ende der Fahnenstange in den meisten Fällen erreicht.

7

GAZ 24 Wolga

Der Wolga 24 fand zwar meist Einsatz als Taxi oder Behördenauto, doch manche der im Unterhalt extrem teuren Wagen waren auch in Privathand. Mit der quasi-Oberklasse-Limousine stand man ganz oben in der automobilen Hierarchie ganz oben – nur Tschaika und importierte Westwagen konnten den Wolga noch toppen.

2 Meinungen

  1. die guten alten DDR-Autos! also ich freue mich immer wieder, wenn ich noch ein kleines Überbleibsel auf der Straße finde :)!

  2. Richtig, ist echt mittlerweile eine Seltenheit geworden einen Trabi zusehen! Klar wir sind im Jahre 2012 angekommen und ein Trabant ist alles Andere als ein Traumauto, aber ich finde das Auto hat was =)

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