Alles in allem nehmen Atomwaffen eher ab, das ist die
erfreuliche Botschaft der Atomic Scientists.
Die nicht ganz so gute, für etwas nervösere Zeitgenossen
vielleicht sogar erschreckende Botschaft: es gibt noch weit mehr als 26.000
Nuklearwaffen auf dem Globus. Noch erschreckender: rund 16.000 davon befinden
sich derzeit in Russland. Zwar sähe man es im Kreml gerne, wenn man eine
Obergrenze von 1.500 vereinbaren könnte, dies wiederum möchte Washington nicht,
denn jenseits des Atlantiks sitzt man auf über 10.000 Bomben/Sprengköpfen. Und
was man hat, das hat man.
Erstaunlich das China nur rund 200 nukleare Sprengköpfe
besitzt und nach Einschätzung der Atomic Scientists auch nicht plant, dieses
Arsenal wesentlich auszuweiten. So bleiben die beiden Großen, die USA und
Russland, unter sich. Die anderen Nuklearmächte (Indien, Pakistan, Frankreich,
GB, Israel und wie gesagt auch China) spielen untergeordnete Rollen.
Es scheint, es hat sich ein neues (altes) Gleichgewicht
herausgebildet, das im Moment niemand so wirklich ernsthaft ins wanken bringen
möchte.
