Das Welt-Imperium: Zehn Jahre Facebook

Am 4. Februar 2004 startete der damalige Student Mark Zuckerberg mit drei Kommilitonen die Website thefacebook.com. Geplant war eine Art digitales Jahrbuch für die Elite-Uni Harvard, herausgekommen ist ein soziales Netzwerk mit heute 1,2 Milliarden Mitgliedern auf aller Welt, dass das Leben von Millionen Menschen grundlegend verändert hat.

Der Siegeszug begann mit einem Fehlschlag. Wenige Monate, bevor Facebook online ging, stellte Zuckerberg die Seite facemash.com ins Internet. Es handelte sich um ein Bewertungsportal für das Aussehen von Frauen. Da Zuckerberg dort Fotos von Studentinnen öffentlich machte, ohne deren Genehmigung dafür zu haben, verschwand die Seite schnell wieder aus dem Netz. Zuckerberg und seine Mitstreiter begannen daraufhin, Facebook zu entwickeln…

Lebensmittelpunkt für Millionen

Zunächst war Facebook nur ein Netzwerk unter vielen, die große Nummer im weltweiten Internet war Myspace.com, in Deutschland hatten Konkurrenten wie StudiVZ lange die Nase vorn – bis Facebook mit gigantischen Sprüngen bei den Mitgliedszahlen an allen Mitbewerbern vorbeizog. Heute ist Facebook mit weitem Abstand die Nummer eins bei den sozialen Netzwerken und für zig Millionen Menschen der Kommunikationsmittelpunkt überhaupt, in dem sie ihr komplettes Leben abbilden und anderen zugänglich machen – auch wenn die Datenschützer noch so sehr Zeter und Mordio schreien.

Mobile Werbung lässt die Kassen klingeln

„Es war eine unglaubliche Reise, für mich persönlich und für alle im Unternehmen“, bilanzierte Mark Zuckerberg vor wenigen anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen für 2013. Und die können sich sehen lassen. Nach dem verpatzten Börsenstart im Mai 2012 klingelten im darauffolgenden Jahr die Kassen. Der Umsatz steigerte sich im letzten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 63 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,9 Milliarden Euro), der Nettogewinn verachtfachte sich sogar und betrug rund eine halbe Milliarde Dollar (386 Millionen Euro). Haupteinnahmequelle von Facebook ist Werbung, und da konnte der Konzern vor allem beim umkämpften Mobil-Segment zulegen. Das Netzwerk machte erstmalig mehr Umsatz mit Werbung auf Smartphones und Tablets als auf herkömmlichen PCs, der Anteil lag Ende 2013 bei 53 Prozent.

Zuckerberg blickt optimistisch in die Zukunft

Wirtschaftlich steht Facebook also bestens dar, doch zuletzt mehrten sich Berichte, wonach vor allem Teenager dem Platzhirschen den Rücken zukehren. Eine Studie der Universität Princeton prophezeite sogar eine massenhafte Abwanderung bis zum Jahr 2017 samt damit einhergehendem Niedergang des Netzwerks. Mark Zuckerberg scheinen solche Unkenrufe kalt zu lassen. „Wir freuen uns auf unser nächstes Jahrzehnt“, erklärt er – und kündigt selbstbewusst an, auch noch den „Rest der Welt“ miteinander vernetzen zu wollen. Rund 7,2 Milliarden Menschen leben auf der Erde – es gibt noch einiges zu tun.

Foto: Screenshot facebook.com

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