Das Sparbuch ist tot, es lebe der Fonds

Das Sparbuch ist tot, es lebe der Fonds

Das Sparbuch war über Jahrzehnte zwar keine übermäßig lukrative aber immerhin doch eine sichere Anlagemöglichkeit. Komfortabel war diese Form der Geldanlage auch noch: man musste sich um nichts weiter kümmern. Doch heute in Zeiten von Niedrig- und Negativzins hat das Sparbuch ausgedient. Hierauf angelegtes Geld wird nämlich ganz automatisch immer weniger. Grund: die Inflation ist viel höher als die Zinsen. Abhilfe versprechen Fonds.

Fonds machen das Aktienrisiko kalkulierbar

Wer als Privatperson sein Geld mithilfe von Aktien vermehren möchte, stößt schnell an seine wirtschaftlichen Grenzen. Will man nämlich sein Anlagerisiko minimieren, sollte man nicht all sein Kapital in die Aktien nur einer Firma investieren. Besser ist, das Risiko zu streuen und in viele verschiedenen Firmen zu investieren. Aktien haben eine riskante Eigenschaft: Sie können in sehr kurzer Zeit in ihrem Wert erheblich steigen – und fallen! Meist aber betreffen die starken Wertschwankungen nur einzelne Aktienwerte und nicht gleich die gesamte Börse. Will man aber Aktien möglichst vieler Firmen besitzen, benötigt man entsprechend viel Kapital. Die Lösung für dieses Problem versprechen Fonds. Fonds sammeln Kapital bei vielen Anlegern ein und kaufen von diesem Geld Aktien. Die Anleger kaufen die Aktien also nicht selbst, sondern entsprechend ihres eingesetzten Kapitals Anteile des Fonds.

Das sind die gängigsten Fondstypen:

  • Indexfonds: Sie bilden einen Aktienindex, zum Beispiel den DAX, nach. Der Fonds beinhaltet Aktien aller Unternehmen, die zum DAX gehören. Der Wert des Fonds steht also stets im direkten Verhältnis zum DAX-Index.
  • Mischfonds: Sie bestehen aus einer Mischung von Aktien, Rohstoffen, Immobilien und Anleihen. Mischfonds versuchen, das Anlagerisiko zu minimieren, indem sie das Risiko so breit wie möglich streuen. Faustregel: Je kleiner der Aktienanteil eines Mischfonds, desto geringer ist das Risiko als Anleger.
  • Aktienfonds: Sie bestehen, wie der Name es bereits vermuten lässt, ausschließlich aus Aktien. Um das Risiko für die Anleger überschaubar zu halten, darf ein einzelner Aktienwert meist nicht mehr als zehn Prozent des Fondsvermögens ausmachen.
  • Rentenfonds: Sie beinhalten in der Hauptsache Anleihen, die in der Fachsprache Renten genannt werden. Es handelt sich um Anleihen von Unternehmen oder von Staaten. Gewinne werden hier meist durch Zinsen erzielt. Das Anlegerrisiko ist relativ gering.

Immobilienfonds: Das Vermögen von Immobilienfonds besteht in der Regel aus Gebäuden, beispielsweise Bürogebäude oder Hotels. Bei dieser Art von Fond ist zu beachten, dass man gesetzlich vorgeschrieben, Anteile mindestens zwei Jahre halten muss. Ein weiteres Jahr muss man warten, bis nach einem Verkauf der Anteile das Geld ausbezahlt wird.

Bild: Pixabay, 624712, Firmbee

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