Das Schulsystem in Berlin: So funktionieren die Sekundarschulen

2010 war es so weit: Thematisch in vielen Medien diskutiert, setzte sich in Berlin die Sekundarschule durch und löste das Konzept der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab. Nur Gymnasium und Grundschule waren keinerlei Änderungen unterworfen. Ein neues Schulsystem für die Bundeshauptstadt. Und was hat sich alles für die Berliner Schüler geändert?

Das Schulsystem in Berlin: Eine Stadt fasst zusammen

Fortan existieren in Berlin keine Haupt-, Real- und Gesamtschulen mehr. Die Sekundarschule löst diese ab und integriert damit das alte Schulsystem in Berlin. Für Schüler bedeutet dies, dass für die weitere Schullaufbahn nach dem 6jährigen Besuch der Grundschule nur noch zwei Möglichkeiten zur Verfügung stehen: Sekundarschule oder Gymnasium. Die vor 2010 begonnenen Jahrgänge der abgelösten Schulsysteme laufen aber nach dem alten Prinzip bis 2014/2015 weiter. Ein Vorteil ist mit Sicherheit, dass das Bildungssystem leichter überschaubar ist. Die integrierte Sekundarschule ermöglicht das Lernen in der Gruppe mit lernschwachen und lernstarken Schülern. Dadurch soll die soziale Kompetenz verbessert und das gegenseitige Voneinander-Lernen der Schüler gestärkt werden. Die neue Schulordnung ist quasi eine Art Gesamtschule, in der die Schüler stärker gefördert werden können, während ihnen gleichzeitig die Möglichkeit bleibt, alle Schulabschlüsse in einer Schule zu erreichen. Vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur.

Das neue Schulsystem in Berlin im Detail

Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen den integrierten Sekundarschulen und den Gymnasien zu kennen, um das Kind bei der optimalen Wahl der weiteren Schullaufbahn zu unterstützen. Was also erwartet ein Kind, wenn es eines der beiden Profile besucht?
Die Sekundarschule beginnt mit der 7. Klasse und der Schüler sieht sich keinem Probehalbjahr ausgesetzt. Nach 13 Jahren kann die Schule mit dem Abitur abgeschlossen werden. Abschlüsse wie der mittlere Schulabschluss oder die Berufsbildungsreife sind auch möglich. Die Wochenstunden sind geringer als auf dem Gymnasium und die Konzentration liegt auf dem dualen Lernen. Ein Schüler wird immer (von der 7. bis zur 10. Klasse) und unabhängig von seinen schulischen Leistungen versetzt. Das Gymnasium wiederum wird mit dem mittleren Schulabschluss nach der 10. Klasse oder mit dem Abitur nach der 12. Klassenstufe abgeschlossen. Die Schülerzahl pro Klasse ist höher, eine Versetzung in die nächsthöhere Klassenstufe nur mit den erforderlichen Leistungen möglich.
Die Sekundarschule gibt es auch in anderen deutschen Bundesländern, allerdings oft mit einem unterschiedlichen Schwerpunkt. Als Beispiel zu nennen wären hier etwa die integrierten Haupt- und Realschulen in Sachsen-Anhalt.

Weiterführende Informationen zur Berliner Schulreform 2012 finden Sie hier!

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