Das Mount Rushmore Monument: Ein Wahrzeichen der USA

Und wer schmückt das illustre Quartett in den Black Hills von South Dakota und wofür wurde das Monument in den Filmen mit Vorliebe genutzt?

Unvollkommen und dennoch berühmt: die Geschichte von Mount Rushmore

1927 begann Gutzon Borglum das Monument aus dem Stein zu hauen, nachdem der Geschichtswissenschaftler Doane Robinson die Idee dazu gehabt hatte. Statt den ursprünglich vorgesehenen kleineren „Needles“, einer Anreihung an Steinsäulen, wollte Borglum aber groß hinaus und die wichtigsten Präsidenten von Kopf bis Hüfte in einem ordentlichen Berg verewigen. Die Herren der Wahl waren damals George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln, die anderen 28 schafften es leider nicht über das Casting hinaus.

Es dauerte mehr als 10 Jahre, bis überhaupt die Köpfe fertig waren, nach Borglums Tod 1941 übernahm sein Sohn das Regime, konnte aber aufgrund von Geldmangel das Projekt niemals beenden.
Bis heute kümmert sich der Nationalpark um das Memorial und bis zu zwei Millionen Touristen werden jährlich von den gigantischen Gesichtern an den Mount Rushmore gelockt.

Kontrovers ist das Kulturerbe wie so einige Dinge in Amerika, weil es auf indianischem Boden gebaut wurde. Mount Rushmore wurde der Berg auch nur von den Einwanderern betitelt, im Original nannten die Lakota Sioux, die das Gebiet bewohnten, das Gebirge „Sechs Großväter“, eine bittere Ironie angesichts der vier Präsidenten, die für die Rechte der Einwanderer, aber gegen jegliche Rechte der Ureinwohner kämpften.

Ein Berg für die Leinwand

In Film und Fernsehen wurde das Monument unzählige Male repräsentiert und parodiert. Der besonders in den 60er Jahren beliebte Gag, US-militärische Geheimstationen hinter die Gesichter zu verstecken, wurde unter Anderem von „Team America“ wieder aufgenommen. Auch die berühmte Hetzjagd im Cary Grant-Klassiker „Der unsichtbare Dritte“ hat es in die Filmgeschichte gebracht, auch wenn sie überhaupt nicht am Originalschauplatz gedreht wurde.

Besonders beliebt sind auch die animierte Präsidenten bei Wahl- oder Zahnpastawerbung oder einfach nur für Albernheiten auf den Internetplattformen.

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Ob es jemals ein fünftes Gesicht jenseits der ironischen Filmreferenzen geben wird, ist und bleibt spannend, denn Obama-Fans hoffen bereits inbrünstig, dass er die Leistung erbringt, die ihn direkt neben seine Vorgänger meisseln wird.

Weiterführende Links

http://www.fr-online.de/reise/die-groesste-skulptur-der-welt-/-/1472792/4554264/-/index.html – Über das „Crazy Horse Memorial“, ein Gegenpart zu Mount Rushmore

http://www.rushmore.us-midwest.de/die_prasidenten/praesidenten.html – Zu den vier Präsidenten

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