Crossmedia

mehr und verweise einfach auf den Wörterblog, dem ich nur voll und ganz zustimmen kann. Wir Werber werfen da ja gerne mit Phrasen wie "form follows function" um uns, aber es geht auch anders, wie der Beitrag Kurze Sätze? Lange Sätze? wunderschön demonstriert.

Allerliebst finde ich ja dabei den Verweis (bayr.: Watschn) auf das Vögele-Institut. Völliger Blödsinn, was da (und von anderen) an vermeintlichen Fakten vermittelt wird. Selbst wenn 85% aller Deutschen Schwierigkeiten mit dem Verständnis bei Sätzen mit mehr als einem Dutzend Worten haben, so ist es schlicht unlogisch daraus abzuleiten, dass man in der Kommunikation kürzere Sätze verwenden sollte, was umso mehr gilt, wenn sich die Zielgruppe aus den 15% rekrutiert, die offensichtlich in der Lage sind, einem sowohl kommunikativ wie auch kognitiv zu folgen – auch bei Sätzen wie diesem, der es immerhin auf stattliche 82 Wörter bringt, ohne dass das Verständnis wirklich darunter leidet, oder?

Zum Schluss, auch wenn er nicht 100% passt, möchte ich noch auf einen meiner Lieblings-Apercus von JWG verweisen:

"Warum hast du mir einen so langen Brief geschrieben? Hattest du denn keine Zeit?"

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